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Kevelaer: "CSU"-Kirchenkabarett in Kevelaer

Kevelaer : "CSU"-Kirchenkabarett in Kevelaer

Zum CSU-Kirchenkabarett hatte der Förderverein in die Jesus-Christus-Kirche eingeladen. CSU steht für christlich-satirische Unterhaltung bundesweit. Zu Gast war Pfarrer Ingmar Maybach, der seit fast 20 Jahren als politischer Solo-Kabarettist auf Kleinkunstbühnen unterwegs.

Rund 60 Personen waren neugierig auf das Programm.

Ingmar Maybach ließ sich zunächst für eine gelockerte Stimmung Tags vor Fronleichnam huldigen: "Maybach muss Bischof werden", ließ er ausrufen, denn was Luther begann, hat Springer mit der Zeile "Wir sind Papst" vollendet. Für das Lied vom Pfarrhaus stattete er Pfarrerin Karin Dembek und Andreas Lassmann, Vorsitzender des Fördervereins, mit Engelsflügeln aus. Sie stellten Raffaels berühmte "Putten" dar, die den Ausführungen Maybachs andächtig lauschten. Die Zuschauer erfuhren, was die Kirche von Telekom und Ikea lernen kann und warum Angela Merkel immer eine kleine rote "Mundorgel" in ihrer Handtasche hat. Er plädiert für eine Telefon-Hotline der evangelischen Kirche. Doch der fiktive Versuch, seinen Sohn Benny zur Taufe anzumelden, endete nach diversen Missverständnissen, Tastenhinweisen und wachsender Verzweiflung beim Gespräch mit der Spracherkennungsbox schließlich mit dem Verweis auf die Suizidberatung.

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Satirisch aufbereitet wurden auch die Fragen: Wie könnte ein Zielgruppen-Gottesdienst für Vielflieger gestaltet werden? Was kann die Kirche von Telekom und Ikea lernen? Zu seinen Themenzielen Kirche und Gesellschaft, Glauben und Politik gehörte auch der sogenannte "Kelch-Test", bei dem es um protestantisches Wissen im landeskirchlichen Vergleich ging. Hierbei fragte er auch den Bildungsstand ab: a) einfache Landbevölkerung? b) protestantisches Bildungsbürgertum? oder c) gemischte Kirchensteuerzahler?

Von Helgoland bis zu den Alpen und von Köln bis Cottbus haben sich von der CSU schon zahlreiche Menschen inspirieren lassen. Der Berliner Tagesspiegel hat dem "Don Camillo aus dem Odenwald" für sein geistreiches Treiben den Titel "Spaßmacher Gottes" verliehen. Gute kabarettistische und musikalische Unterhaltung war bei dieser CSU garantiert.

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