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Coronavirus: Pilgerleitertagung in Kevelaer wegen Corona abgesagt

Folgen des Coronavirus : Auch die Pilgerleitertagung in Kevelaer fällt aus

Die Verantwortlichen hoffen, dass das keine Folgen für die Wallfahrtssaison hat. Auch kein offener Sonntag.

Die Pilgerleitertagung ist immer so etwas wie der inoffizielle Startschuss in die Wallfahrtssaion. Die Organisatoren der einzelnen Pilgergruppen kommen dann nach Kevelaer, um sich in der Marienstadt vor Ort auf den aktuellen Stand zur Wallfahrtssaison zu bringen. Jetzt hat das Wallfahrtsbüro schweren Herzens entschieden, die Veranstaltung am 28. März abzusagen. Hintergrund sind Vorsichtsmaßnahmen wegen des Coronavirus, so Wallfahrtssekretär Rainer Killich. „Wir hatten zunächst überlegt, nur die Tagung im Bürgerhaus abzusagen und die Info-Materialien nach einem gemeinsamen Gottesdienst zu verteilen“, erläutert er. Doch dann sei man zu der Entscheidung gekommen, lieber die ganze Veranstaltung abzusagen. In der derzeitigen Situation sei es kontraproduktiv, Hunderte von Leuten aus ganz Nordrhein Westfalen nach Kevelaer kommen zu lassen, wenn dann dort nur Info-Material in Empfang genommen wird. In diesen Zeiten sie das verzichtbar. Das Material soll den Pilgerleitern jetzt zugeschickt werden.

Killich ist zuversichtlich, dass der Ausfall der Pilgerleitertagung keine Folgen für die anstehende Wallfahrtssaison haben wird. „Im Moment gehen wir davon aus, dass nicht eine Gruppe in diesem Jahr weniger kommen wird, nur weil es keine Pilgerleitertagung gab“, sagt er. Die Planungen für die Saison würden bislang normal weiterlaufen.

Wallfahrtssekretär Rainer Killich Foto: Evers, Gottfried (eve)

Fest steht auch bereits, dass es keinen verkaufsoffenen Sonntag am 26. April geben wird. „Der Rat müsste jetzt einen Beschluss fassen. Aber er kann die Veranstaltung gar nicht genehmigen, weil zu dem Sonntag ja mehr als 1000 Besucher kommen würden“, sagt Rainer Killich, der auch für den Verkehrsverein arbeitet.

Wie sich die Situation allgemein entwickle, müsse man abwarten. Ohnehin handhaben die Kommunen im Kreis die Situation unterschiedlich. Während Geldern den Organisatoren rät, Veranstaltungen abzusagen, finden im Konzert- und Bühnenhaus in Kevelaer noch Auftritte statt. Am Mittwoch wurde hier noch das Theaterstück „Die Räuber“ aufgeführt. Man wolle den Besuchern die Entscheidung selbst überlassen, ob sie kommen. Alle Gäste wurden namentlich erfasst, um bei einer möglichen Corona-Erkrankung sofort die Kontaktpersonen ermitteln zu können. Am Montag soll nach derzeitigen Stand auch Anka Zink beim „Kabarett unterm Dach“ auftreten.

Auch Weeze fährt bislang die Linie, dass die Leute selbst entscheiden sollen, ob sie kommen. „Das macht mehr Sinn als Veranstaltungen abzusagen“, sagt Bürgermeister Ulrich Francken. So soll (Stand Donnerstag) auch Frau Kühne wie geplant am Freitag im Bürgerhaus auftreten.

Die Bürgermeister trafen sich am Donnerstagabend beim Kreis, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Kevelaers Bürgermeister Dominik Pichler hoffte vor allem auf verlässliche Informationen.