1. NRW
  2. Städte
  3. Kevelaer

Corona-Kontaktverfolgung: Kreis weist Kritik aus Kevelaer zurück

Nach Vorwürfen aus Kevelaer : Corona-Nachverfolgung: Kreis weist Kritik zurück

Der Landrat wehrt sich gegen den Vorwurf aus Kevelaer, dass die Kommunikation katastrophal sei. Die Zusammenarbeit laufe gut, meint Wolfgang Spreen.

  Um die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen, bekommt der Kreis Unterstützung von einigen Kommunen. Neben Emmerich, Goch, Geldern und Rees hat auch Kevelaer diese Aufgabe übernommen, um das Kreis-Gesundheitsamt zu entlasten. Wie berichtet, gibt es aber Kritik aus der Wallfahrtsstadt, dass die Kommunikation mit dem Kreis nicht funktioniere. Das sieht Landrat Wolfgang Spreen völlig anders: „Wir haben in den vergangenen Monaten und auch aktuell alles getan, um den Informationsaustausch mit den Kommunen – auch am Wochenende – sicherzustellen. Bislang läuft die Zusammenarbeit sehr gut“, so der Landrat in einer schriftlichen Stellungnahme..

Für ihn sei der Vorwurf aus Kevelaer unverständlich. Ordnungsamtsleiter Ludger Holla hatte gegenüber unserer Redaktion kritisiert, dass „die Kommunikation immer katastrophaler wird und teilweise gar nicht stattfindet“. Oft müsse Kevelaer „mehrfach nachfragen, um überhaupt eine Antwort zu bekommen“. Man müsse auch am Wochenende vom Kreis Antworten bekommen, um sofort reagieren zu können.

„Diesen Vorwurf weise ich in aller Deutlichkeit zurück, da er nicht den Tatsachen entspricht“, so Landrat Spreen. „Die Möglichkeit der Kontaktaufnahme der Kommunen mit dem Gesundheitsamt ist an jedem Wochenende durch eine entsprechende Übersicht des aktuellen Personals im Wochenend-Dienst sichergestellt“, Landrat Spreen. Am vergangenen Sonntag hätten zwei Mitarbeiter des Kreises zweimal mit der Stadt Kevelaer, auch mit dortigen Ordnungsamtsleiter, E-Mails ausgetauscht.

Jetzt wird es ein Treffen der stellvertretenden Amtsärztin mit dem Ordnungsamtsleiter aus Kevelaer geben.

„Wir schaffen es nur gemeinsam, den besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie zu begegnen“, meint der Landrat. Dabei könne es selbstverständlich aufgrund der hohen Dynamik der neuen Infektionszahlen im Einzelfall neuen Abstimmungsbedarf geben.