Christi Himmelfahrt startet die Kirmes in Kevelaer

Aktion in Kevelaer : Eine Kirmes mit Gruselgarantie

Die Organisatoren haben das Programm der Kirmes vom 30. Mai bis zum 3. Juni vorgestellt. Spektakulär soll es auf dem „Ghostrider“ zugehen, erstmals wird es auf dem Peter-Plümpe-Platz eine Geisterbahn geben.

  Das klingt ja vielversprechend: „Durch die ständig ändernde Umlaufgeschwindigkeit der Plattform und der gegenläufigen Kreiselkörper verändert sich ununterbrochen der Bewegungsablauf der Gondeln. Somit wird jede Fahrt zur Herausforderung und der Eindruck einer wilden Verfolgungsjagd entsteht.“ Mit diesen blumigen Worten beschreibt der Hersteller den „Ghostrider“, dessen farbenfrohe Werbebroschüre sich der Bürgermeister bei der Pressekonferenz zur Kirmes ganz genau ansah. Denn es hat Tradition, dass Dominik Pichler jedes Gerät persönlich testet und Heinz-Josef Theunissen vom Ordnungsamt die mehr oder wenige erfreuliche Pflicht hat, ihn dabei zu begleiten. Der „Ghostrider“ ist eine der drei Attraktionen, die erstmals nach Kevelaer kommen. Seine Premiere feiert auch „Nessi“, eine Riesenschiffsschaukel für die ganze Familie. Und mit dem Geisterdorf gibt es erstmals eine Geisterbahn in der Marienstadt. „Gruselgarantie“ steht vollmundig groß an der Gespensterwelt, die mit dem Spruch wirbt: „Kleine Maße, große Schrecken“.

Und die Anmerkung, „ein so großes Geschäft muss auch künftig möglich sein“ war ein deutlicher Hinweis, dass sich alle wünschen, dass die Kirmes in der großen, spektakulären Form auch nach der Umgestaltung des Peter-Plümpe-Platzes über die Bühne gehen kann.

Insgesamt wird es wieder 70 Geschäfte und Buden geben, die sich vom Roermonder Platz bis auf den Peter-Plümpe-Platz ziehen. „Die Zahl der Bewerber war mit 200 wieder so hoch wie in den Vorjahren. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Schausteller die Kirmes in Kevelaer schätzen“, sagt Theunissen. Das bestätigte Schausteller-Vertreter Dirk Janßen. Für die Kirmesleute bedeutet das Fest in Kevelaer auch so etwas wie den Auftakt in die Saison. „Und wir freuen uns alle auf den Start“, sagt Janßen.

Das geht Hans-Gerd Rütten nicht anders. Der diesjährige Festkettenträger kann es kaum erwarten. „Hier als Festkettenträger dabei zu sein, das ist das absolute Highlight. Das Höchste was man erreichen kann“, schwärmt er. Die Kevelaerer würden die Kirmes quasi leben. Die Verbindung von traditionellem Fest der Geselligen Vereine mit der klassischen Kirmes mache den Reiz aus. Auch der Bürgermeister betonte die besondere Verbindung mit dem Brauchtum. „Das ist hier keine Altherrenveranstaltung, viele Kinder und Jugendliche sind beim Umzug ebenso wie auf den Fahrgeschäften dabei.“

Mit Blick auf die Umgestaltung ergänzte er. „Wir können versichern, dass die Stimme der Geselligen Vereine bei der Frage nach der Umgestaltung Gewicht hat.“

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