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Busmann ist jetzt Ampelmännchen in Kevelaer

Neues Fotomotiv für Touristen : Der Ampel-Busmann ist jetzt in Kevelaer an seinem Platz

Damit alles sicher abläuft, wurde für das rote Signal noch ein „normales“ Männchen installiert. Die Kosten für die Umsetzung des Ampel-Busmanns betrugen 2000 Euro.

Jetzt ist es also so weit: An der Kreuzung vor dem Gradierwerk leitet ab sofort der Ampel-Busmann die Fußgänger über die Straße. Am Donnerstag brachte ein Mitarbeiter dort die neuen Ampeln an, auf denen nun der stilisierte Stifter der Wallfahrt als Lichtzeichen-Männchen im Einsatz ist.

Wie berichtet, gab es eine lebhafte Debatte um die Aktion, zu der das Tourismusamt seinerzeit die Idee hatte.  „Der Gedanke ist uns zusammen im Team gekommen, das Beispiel von anderen Kommunen zeigt ja, dass spezielle Ampelmännchen auch noch einmal Werbung für die Stadt sind“, so Verena Rohde, Leiterin der Tourismusabteilung im Rathaus. In  Mainz etwa spazieren die Mainzelmännchen auf den Ampeln, in Emden Otto Waalkes. In Kevelaer ist es jetzt der Busmann.

 Auch beim Ampel-Busmann gilt: Grün: gehen, Rot: stehen. Zusätzlich zu den neuen Symbolen gibt es noch das „normale“ Lichtsignal in Rot.
Auch beim Ampel-Busmann gilt: Grün: gehen, Rot: stehen. Zusätzlich zu den neuen Symbolen gibt es noch das „normale“ Lichtsignal in Rot. Foto: Norbert Prümen

Die Abteilung „Tourismus & Kultur“ arbeitete in den vergangenen Monaten mit Hochdruck an der Umsetzung der Idee, an deren Gestaltung die Grafikerin Ilka Mohr, von „Kompliment – Design + Marketing“, maßgeblich beteiligt war. Sie legte die Optik für das Ampelglas fest, die letztendlich vom Kevelaerer Rat beschlossen wurde.

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Vom Ordnungsamt hatte es zwischenzeitlich Bedenken gegeben. Daher ist man jetzt auf eine Doppelampel übergegangen. Oben gibt es weiter ein übliches rotes Männchen, darunter wird gleichzeitig bei Rot ein Busmann angezeigt. Bei Grün leuchtet nur der Busmann, was kein Problem ist. Denn wenn bei Grün jemand stehen bleibt, weil er irritiert sein sollte, führt das ja zu keiner Gefährdung. Die Doppelampel sei auch deswegen installiert worden, damit Menschen mit einer Rot-Grün-Sehschwäche die Straße sicher überqueren können, so Verena Rohde.

„Ich freue mich, dass wir den Einbau des Ampelmännchens jetzt umsetzen konnten“, sagt Verena Rohde, Leiterin der Abteilung „Tourismus & Kultur“. Bei der Diskussion um das Ampelmännchen war von Seiten der Grünenpolitiker auch die Frage aufgeworfen worden, ob es überhaupt gendergerecht sei, wenn es auf der Ampel ein Mann sein muss. Diese Frage wird sich jetzt vermutlich nicht mehr stellen. Denn wer sich den Ampel-Busmann ansieht, könnte auch glauben, dass es sich dabei um eine Frau handelt. Es liegt also im Auge des Betrachters, ob er auf der Ampel eine Frau oder einen Mann sieht.

Die Umsetzung hat rund 2000 Euro gekostet.

Der Bürgermeister ist gespannt, welche Reaktionen seitens der Bürger jetzt über die neue Ampel kommen. Er selbst hat sich den nächsten Kevelaerer Ausflugstipp noch nicht angesehen. „Das werde ich aber auf jeden Fall in den nächsten Tagen tun“, sagt Dominik Pichler.