Bürgerideen für den Peter-Plümpe-Platz in Kevelaer

Kevelaer : Wer will die Kirmes am neuen Solepark?

Die Kevelaerer können ihrer Kreativität zur Gestaltung des Peter-Plümpe-Platzes freien Lauf lassen.

Welche Ideen gibt es für die zukünftige Gestaltung des Peter-Plümpe-Platzes? Um die direkt von den Kevelaerern zu hören, organisierten die Stadt und das zuständige Büro für Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen am Donnerstagabend eine Bürgerkonferenz im Konzert- und Bühnenhaus. Die neuen Ideen sollen dem Platz helfen, „da viele sagen, dass er schon lange nicht mehr gut aussieht und neu gestaltet werden müsste“, so Bettina Lelong vom Planungsbüro in ihrer Begrüßung. In ihrer Rede erwähnte die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Middeldorf, dass es bereits seit 20 Jahren Diskussionen darüber gibt, was man mit dem Ort machen könnte, „denn er ist ein bisschen in die Jahre gekommen“. Sie betonte, „dass es wichtig ist, dass jeder Bürger die Möglichkeit bekommt, seine Ideen einzubringen. Ohne Vorgaben des Planungsbüros und mit dem wichtigen Hintergrund, den innenstädtischen Platz wieder attraktiver zu gestalten. Aus diesem Grund steht die Bürgerbeteiligung an erster Stelle und man soll sich eben nicht an festgefahrene Vorstellungen halten.“

Bereits zu Beginn wurde jedoch die Frage bei den Besuchern laut, ob man nicht direkt weiter planen sollte, da zum Beispiel das Wegfallen von Parkplätzen wiederum andere Orte und Möglichkeiten in der Stadt verändern würde, auf die man achten müsse. Franz Heckens von der Stadt beruhigte die Anwesenden. Für so etwas habe man ja das Integrierte Handlungskonzept, „um auf alles zu achten und es besser in die Entwicklung der Stadt einzuplanen“.

Acht Tische standen bereit, auf denen der Peter-Plümpe-Platz aus der Vogelperspektive zu sehen war. Die Interessierten teilten sich auf, so dass jede Planungsübersicht schnell von neugierigen Blicken umrundet war. Ob man nun die Kirmes zum Solepark verlegen, das Rathaus an eine andere Stelle setzen, oder doch die Parkplätze alle erhalten wollte: Die Kevelaerer Bürger kamen ins Gespräch und diskutierten.

„Ich finde das Ganze vom Prinzip gut, so hat man mal die Möglichkeit, seine eigenen Ideen direkt einzubringen“, meinte Besucher Josef Lipka und seine Frau Karin betonte, „dass es ganz wichtig ist, sich bei solchen Terminen einzubringen, sonst darf man auch nicht meckern“. Nach gut einer Stunde wurde bei den Präsentationen das Fazit gezogen. „Die meisten Gruppen wollen die Kirmes am Ort halten, doch viele können sich eine Verlegung der Pilgerankunft-Stelle vorstellen“, analysierte Sven Wörmer vom Planungsbüro und Mara Ueltesforth von der Stadtplanung fügte hinzu: „Die meisten Menschen wollen einen Vorplatz vor dem Rathaus, damit dort die Hochzeitspaare nicht sofort überfahren werden.“

Manche Tische enthielten deutlich weniger Informationen, da man bei manchen Präsentationen hitzige Diskussionen darüber geführt hatte, was denn nun wichtig sei und was nicht. Nach dem Sommer wird es eine Auswertung der Ideen-Werkstatt geben, in die ebenfalls die Informationen der Internet- und Vor-Ort-Umfragen einfließen werden.

Wer sich noch einen Eindruck verschaffen möchte, hat dazu bis am Sonntag im Info-Pavillon vor dem Rathaus Gelegenheit.

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