Bürger können sich an Gestaltung vom Plümpe-Platz Kevelaer beteiligen

Stadterneuerung in Kevelaer : Ideen für den Peter-Plümpe-Platz gesucht

Von Anfang an hat die Verwaltung zugesagt, dass die Bürger ganz eng in die Ideen zur Neugestaltung des Peter-Plümpe-Platzes eingebunden werden. Denn das Areal hat in der Stadt eine besondere Bedeutung.

Das Konzept wird unter Federführung des Büros Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH erstellt. Es soll bis Ende 2019 vorliegen. „Zur Vorbereitung des Planungsprozesses wird eine umfassende Bürgerbeteiligung mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt“, verspricht die Verwaltung.

Wie berichtet, hat es bereits eine Bürgerkonferenz zu dem Thema gegeben. Außerdem hatten alle Gelegenheit, an drei Tagen an einem Info-Pavillon den Platz quasi nach eigenen Wünschen zu gestalten. Vorbereitet war dafür ein Modell des Areals mit versetzbaren Gebäuden, Autos und Bäumen. Die konnten die Gäste am Pavillon nach eigenen Wünschen versetzen. Der so individuell gestaltete Platz wurde fotografiert und konnte als Ausdruck mit nach Hause genommen werden. Die Planungsideen der Bürgerschaft hängten die Verantwortlichen zudem für alle sichtbar auf Stellwänden oder auf Wäscheleinen auf.

Und weitere Ideen sind gefragt: Wer sich an der Planung beteiligen möchte, kann bis zum 20. Juni auf die Webseite www.kevelaer-stadtkernerneuerung.de klicken. Hier können alle ihre Wünsche und Meinungen bei einer Online-Befragung bequem, einfach und anonym abgegeben werden. Die Online-Beteiligung besteht aus zwei Teilen – einem Kurz-Fragebogen zur Bewertung des Platzes und einem Luftbild, auf dem Symbole und Kommentare direkt auf dem Peter-Plümpe-Platz platziert werden können.

Besonders interessant: Jeder kann sehen, was andere Bürger schreiben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden immer nur die letzten 20 Einträge auf der Karte angezeigt. Selbstverständlich hat man aber die Möglichkeit, sich alle Gestaltungsideen, von denen es schon fast 200 gibt, anzusehen. Es gehen also keinen Ideen und Anregungen verloren.

„Alles, was uns erreicht, wird an das Planungsbüro weitergeleitet“, erläutert Franz Heckens von der Stadtverwaltung. Das hat die Aufgabe, alle Ideen auszuwerten und daraus schließlich verschiedene alternative Konzeptvorschläge zu erarbeiten. „Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Heckens.

Es gehe dabei um ein Grobkonzept, das festlegt, wie die verschiedenen Flächen genutzt werden sollen. Für die konkrete Umsetzung soll es eventuell einen Wettbewerb geben.

Die Konzepte sollen im Herbst bei einer weiteren Bürgerversammlung öffentlich vorgestellt werden. Die Entscheidung, welcher Vorschlag umgesetzt werden soll, trifft die Politik.

 Besonders häufig hatten die Bürger bislang Vorschläge zu Verkehr, Parken und Grünflächen. Aber auch die Kirmes, der Markt und die Ankunft der Pilger auf dem Platz bewegen die Menschen in Kevelaer.

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