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Bischof aus Roermond beendet Pilgerzeit in Kevelaer

Kirche in Kevelaer : Bischof aus Roermond beendet Pilgerzeit

Am 1. November geht die Wallfahrtszeit in Kevelaer zu Ende. Am Tag zuvor wird ein Stummfilm in der Basilika gezeigt. In diesem Jahr wurde der Weg der Pilger noch durch die Baustelle auf der Hauptstraße erschwert.

Die Pilger sind es inzwischen ja fast gewohnt. In der City von Kevelaer wird gearbeitet, Wallfahrer müssen andere Wege gehen oder an den Baustellen vorbei Richtung Basilika ziehen. „Herr, wohin sollen wir gehen?“ war daher gleich ein mehrdeutiger Leitspruch für die Wallfahrtszeit.

Nach den Baustellen werden sich die Organisatoren sicher freuen, dass die Arbeiten auf der Hauptstraße beendet sind. Im kommenden Jahr dürfte damit dem gewohnten Weg Richtung Kapellenplatz nichts mehr im Wege stehen. Die aktuelle Wallfahrtssaison läuft noch bis zum Freitag, dann wird traditionell am 1. November die Pilgerpforte geschlossen.

Der Bischof von Roermond, Harrie Smeets, beschließt die diesjährige Kevelaerer Wallfahrtszeit. Die niederländische Diözese Roermond ist das Mutterbistum Kevelaers, das zur Zeit der Wallfahrtsgründung 1642 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum kirchlichen Hoheitsgebiet der niederländischen Grenzstadt gehörte. Nicht zuletzt fand 1647 auch die Synode von Venlo mit der kirchlichen Anerkennung des jungen Wallfahrtsortes auf Roermonder Terrain statt. Harrie Smeets wurde im Oktober des vergangenen Jahres zum Bischof des Bistums Roermond ernannt und kommt erstmals zum Abschluss einer Wallfahrtszeit nach Kevelaer, nach wie vor der bedeutendste Wallfahrtsort für die niederländischen Katholiken.

Das Pontifikalamt mit Predigt des Bischofs beginnt am Freitag, 1. November, dem Hochfest Allerheiligen, um 10 Uhr in der Marienbasilika.

Chor und Orchester der Basilikamusik werden unter der Leitung von Chordirektor Romano Giefer den Festgottesdienst mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Krönungsmesse“ (KV 317) feierlich gestalten. Im Anschluss an das Hochamt wird Bischof Smeets das große Pilgerportal der Kevelaerer Wallfahrtskirche schließen. Es folgt die Prozession zum Forum Pax Christi, wo der Rektor der Wallfahrt, Domkapitular Gregor Kauling, ein Grußwort sprechen und einen Rückblick auf die vergangene Wallfahrtszeit halten wird. Die Feierlichkeiten enden mit der Erteilung des Päpstlichen Segens durch den Bischof.

Die letzte Pilgerandacht der diesjährigen Wallfahrtszeit beginnt an Allerheiligen um 15 Uhr in der Basilika. Das Konzert zum Ausklang des Wallfahrtsjahres beginnt am Hochfest um 16.30 Uhr in der Basilika. An der Seifert-Orgel spielen die Brüder Markus und Pascal Kaufmann.

Traditionell pilgern zum Abschluss der Wallfahrtszeit besonders zahlreiche Wallfahrer aus den Niederlanden in die Marienstadt. So kommen unter anderem die Kevelaer-Bruderschaften aus Den Haag, Haaksbergen, Ost-Twente und Oldenzaal, die jeweils im Sommer ihre großen, mehrtägigen Wallfahrten durchgeführt haben, zum Hochfest Allerheiligen ein weiteres Mal nach Kevelaer, um am Marienbild in der Gnadenkapelle Dank zu sagen.

Bereits am Abend des 31. Oktobers, dem Vorabend von Allerheiligen, wird um 19.30 Uhr in der Basilika der schwedische Stummfilm „Vallfarten till Kevelaar“ aus dem Jahr 1921 gezeigt. In Anlehnung an den Inhalt des berühmten Gedichtes von Heinrich Heine zeigt diese schwedische Großproduktion aus dem Jahr 1921 die Wallfahrt von Köln nach Kevelaer und führt in Teilen an den Originalschauplätzen im Rheinland entlang.

Dazu improvisiert der Basilikaorganist Elmar Lehnen an der großen Seifert-Orgel. Theologischer Referent Bastian Rütten spricht die Texte. Eintrittskarten für zwölf Euro sind im Vorverkauf an der Pforte des Priesterhauses erhältlich.