Kevelaer: Birgitt Höhn (Grüne)

Kevelaer: Birgitt Höhn (Grüne)

Grün zu sein ist in erster Linie eine Lebenseinstellung. Ob vor Ort, im Landtag oder in Berlin: Vorrangig sind es Themen der Ökologie, die die Vertreter dieser Partei beschäftigen. So ist es auch bei Bärbel Höhn, die in Kevelaer lebt, davor in Rees heimisch und politisch aktiv war und die nun für den Landtag kandidiert. "Ich möchte unseren Planeten in keinem schlechteren Zustand hinterlassen, als ich ihn ,übergeben' bekam. Beim nachhaltigen, ökologischen Umbau unserer Gesellschaft muss die Gerechtigkeitsfrage aber immer mitgedacht werden", sagt sie zu ihrer Motivation.

Birgitt Höhn, geboren in Duisburg und später in Rees zuhause gewesen, ist Mutter von sechs Kindern und eines Pflegekindes, hat trotzdem immer gearbeitet, dann das Abitur nachgeholt und studiert, als zumindest die älteren ihrer Kinder weitgehend erwachsen waren. Politikwissenschaft, Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Verwaltungsrecht sind ihre Fächer - alles Themen, mit denen man als kommunalpolitisch aktiver Mensch zu tun hat. Heute lebt die 51-Jährige in Kevelaer und leitet die Klever Kreistagsfraktion ihrer Partei.

Befragt nach den für sie wichtigsten Themen kommt Höhn schnell auf die Hilfe für Geflüchtete und den Kampf gegen Kinderarmut. Dabei schaut sie nicht nur auf öffentliche Unterstützung, sondern ist auch selbst ehrenamtlich stark engagiert. Schon als Schülerin setzte sie sich für Dritte-Welt- und Frauenthemen ein, arbeitete bei den Grünen schon mit, bevor sie tatsächlich in die Partei eintrat. Auch die Inklusion Behinderter ist ihr sehr wichtig. Zudem fehlt ihr die Steuergerechtigkeit. "Es gibt zu viele Steuerschlupflöcher, außerdem brauchen wir eine Vermögenssteuer."

(nik)