Bauausschuss Weeze diskutiert über Planungen für Wemb.

Stadtplanung : Die Umgestaltung „Auf der Schanz“ in Wemb wird konkret

Verkehrssituation in Wemb soll entschleunigt werden. Bereiche um Bürgerhaus und Heilig-Kreuz-Kirche erhalten einen Platzcharakter.

Bereits im vergangenen Jahr bildete sich im Verein „Wir für Wemb“ ein Arbeitskreis, der Konzeptpläne für die Umgestaltung der Ortschaft erarbeiten sollte. Sowohl der Kirchenvorstand Weeze als auch Vertreter des Wember Bürgerhausvereins saßen mit am runden Tisch, um über konkrete Ziele und Maßnahmen zu diskutieren. Bei einer Bürgerwerkstatt konnten auch die Wember Anwohner ihre Gedanken und Ideen einbringen.

Der Verein „Wir für Wemb“ gab den ersten Anstoß, die Wember Hauptstraße neu zu gestalten, informiert der Vereinsvorsitzende Ludwig Beckers. Insbesondere die Landschaftsplanerin und 2. Vorsitzende Sabine Seeling-Kappert ist maßgeblich an der Ausgestaltung konkreter Planungsentwürfe beteiligt gewesen. Sie stellte auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses die Ziele und Maßnahmen der geplanten Ortsumgestaltung vor. Zahlreiche Anlieger waren zugegen.

Die „Ortsteinfahrt Nord“ soll zukünftig noch besser als Ortseinfahrt erkennbar sein. Eine Beruhigung des einfahrenden Verkehrs sei das Ziel. Dazu ist geplant, die Fahrbahnbreite zu verengen und der Spur, die nach Wemb hineinführt, einen kurvigen Verlauf zu geben. Damit müsse der Einfahrende das Tempo senken. Ein analoges Vorhaben ist für den „Ortseingang Süd“ geplant.

Die Wember Hauptstraße soll zukünftig zwischen dem Bürgerhaus und der Heilig-Kreuz-Kirche als Ortszentrum erkennbar sein, informiert die Landschaftsplanerin. Pflastersteine oder farbliche Markierungen sollen die Fahrbahn vom grauen Asphalt abheben. Der Wember Ortskern könnte damit einen Hauch von Platzcharakter bekommen. Ziel ist die verbesserte Sicherheit von Passanten. Die genannten Maßnahmen würden den Fahrer zum langsameren Fahren animieren, heißt es. Zudem könnten Fußgänger von einem breiteren Gehweg (zwei Meter breit) profitieren. Die jetzige Mittelinsel soll verschwinden – auch aufgrund von Sicherheitsaspekten. Die östlich gelegene Bushaltestelle soll verlegt werden, so dass beide Haltestellen fast parallel gegenüber liegen. Vor dem Pfarrheim sind Baumbeete und eine neugestalteten Grünfläche geplant, die das Wember Zentrum verschönern sollen.

Im Bereich „Auf der Schanz 16 bis 30“ sollen Stellplätze markiert und neue Baumbeete angelegt werden. Die einseitige Parkmöglichkeit soll bestehen bleiben. Im Bereich um den Kaufladen der Wember (KDW) sollen neben der farblichen Fahrbahn-Gestaltung am Fußgängerübergang auch Stellplätze in südlicher Fahrtrichtung bereitgestellt werden. Einstimmig wurden die vorgestellten Bauvorhaben von den Vertretern des Bauausschusses abgesegnet. Da es sich bei „Auf der Schanz“ um eine Straße des Landes NRW handelt, müssen die gefassten Beschlüsse des Weezer Bauausschuss beziehungsweise Rates noch mit Straßen.NRW kommuniziert und diskutiert werden. Ohne grünes Licht seitens des Landesbetriebes für Straßenbau würden keine Maßnahmen ergriffen werden können. Das ganze Projekt soll zudem im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzepts (DIEK) stattfinden. Damit würde ein Großteil der Gesamtkosten aus der Landeskasse finanziert werden.