Kevelaer: Bahnstrecke: Bürgermeister wollen Ausbau

Kevelaer: Bahnstrecke: Bürgermeister wollen Ausbau

Abgeordnete, Landräte und Verwaltungschefs wie Dominik Pichler und Ulrich Francken werben in einem gemeinsamen Brief für eine zweigleisige Bahnstrecke. Davon versprechen sie sich Verbesserungen beim Niersexpress.

Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff (CDU) und des Landtagsabgeordneten Stephan Haupt (FDP) wenden sich Abgeordnete und Landräte der Kreise Kleve und Viersen sowie die Bürgermeister der Anrainerkommunen entlang der Strecke des "Niers-Express" (RE 10) in einem Brief an die Deutsche Bahn, den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr sowie an das Landes- und Bundesverkehrsministerium.

Darin werben sie für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Geldern und Kleve bei gleichzeitiger Elektrifizierung der Bahnstrecke Krefeld-Kleve und empfehlen zeitnah Gespräche zu führen.

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"Leider kommt es auf der Strecke des Regionalexpress 10 im Alltag immer wieder zu Zugverspätungen und Zugausfällen, die insbesondere aus der veralteten Gleistechnik und der weit überwiegenden Eingleisigkeit der Bahnstrecke zwischen Kleve und Geldern resultieren", so Rouenhoff. "Die Signalanlagen, Weichen sowie Bahnübergänge bedürfen einer grundsätzlichen Modernisierung. Eine Aufnahme in den gerade zu erstellenden ÖPNV-Bedarfsplan für Nordrhein-Westfalen ist zwingend notwendig", so Haupt.

Die Bahnstrecke Düsseldorf - Kleve ist eine zentrale Verkehrsachse am linken unteren Niederrhein und schließt die ländlich geprägten Kreise Kleve und Viersen unmittelbar an die deutschen Großstädte Krefeld und Düsseldorf an. Sie ist daher vor allem für Berufspendler, Schüler, Studenten der Hochschule Rhein-Waal, Naherholungstouristen sowie Passagiere des Airport Weeze und des Flughafens Düsseldorf von zentraler Bedeutung, besonders vor dem Hintergrund fehlender Alternativen im öffentlichen Personennahverkehr. Ausbau und Modernisierung der Strecke würden die wirtschaftliche Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Niederrheins nachhaltig steigern, einen erheblichen Mehrwert für die Bewohner schaffen und wären zudem starke Signale zur Stärkung des ländlichen Raums, heißt es in dem Brief. Zu den Unterzeichnern gehören die Bundestagsabgeordneten Barbara Hendricks (SPD), Stefan Rouenhoff (CDU), Udo Schiefner (SPD), Uwe Schummer (CDU, die Landtagsabgeordneten Günther Bergmann (CDU), Dietmar Brockes (FDP), Stephan Haupt (FDP), Marcus Optendrenk (CDU), Margret Voßeler (CDU), die Landräte Andreas Coenen (Kreis Viersen) und Wolfgang Spreen (Kreis Kleve) sowie die Bürgermeisterin Sonja Northing (Kleve) und die Bürgermeister Peter Driessen (BedburgHau), Ulrich Francken (Weeze), Sven Kaiser (Geldern), Ulrich Knickrehm (Goch), Dirk Möcking (Kerken), Dominik Pichler (Kevelaer) und Hans Ferber (Kempen).

(RP)
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