Kevelaer: Asiatische Küche à la Kevelaer

Kevelaer : Asiatische Küche à la Kevelaer

Die ersten Gerichte, die ersten Punkte, die ersten Verletzungen: Das Kochduell 2015, präsentiert von der Rheinischen Post und dem Küchenhaus Schryvers, hat schwungvoll begonnen. Kevelaerer setzten auf "Aufgespießtes am Grünen".

Klare Fischsauce, Kardamom und getrockneter Seetang. Der Warenkorb für die erste Runde des Kochduells 2015 hatte direkt einige Überraschungen für die teilnehmenden Vereine parat. "Die ersten Gruppen haben es vielleicht immer am schwierigsten. Sie müssen ja ohne Vergleich den Anfang machen", befand Jury-Mitglied Theo Büren. Angst vor der Aufgabe hatten die Gruppen aber nicht - ganz im Gegenteil. Los ging es am Vormittag mit der Feuerwehr Grieth, der Spätschicht Kevelaer und ihren klangvollen Menüs. "Die Hauptspeise der Spätschicht war der absolute Knaller", sagte Bürgermeister und Juror Karl-Heinz Otto. "Aufgespießtes am Grünen" nannten die Kevelaerer ihr Gesamtwerk aus Huhn, Rind und Schwein. "Das Fleisch war super", sagte Otto. Bei der Feuerwehr aus Grieth konnte vor allem das Dessert "Reistraum an Kokosspiegel und Mango" punkten. Am Ende konnte sich aber der Verein aus dem Südkreis durchsetzen. Von 120 möglichen Punkten erhielt die Spätschicht 102, die Feuerwehr aus Grieth 99 Punkte. "Beide Gruppen waren gut, am Ende waren es Details in den einzelnen Gerichten, die über den Sieger entschieden haben", sagte das Jury-Mitglied der RP, Gabriele Krafft.

Mal seien die Nudeln leicht zu klebrig gewesen, dann das Fleisch ein bisschen zu gar. "In die Hose gegangen ist aber nichts", sagte Karl-Heinz Otto.

Aber nicht nur schmecken müssen die Gerichte beim Kochduell, auch Punkte für die Teamfähigkeit und die Tischdekoration vergaben die Preisrichter. Für zwei Personen musste eingedeckt werden, genau wie die Gerichte stand die Dekoration im Zeichen des fernen Ostens. Buddha-Figuren, Essstäbchen und Lotusblumen waren nur einige der Deko-Möglichkeiten.

Am Nachmittag wetzten dann die (Unilever-)Sahneschnitten und Kochfreunde Kevelaer ihre Messer. Wie scharf das sein kann, erfuhr einer der Hobbyköche dann am eigenen Leib - beziehungsweise kleinem Finger. Aber auch darauf ist das Kochduell vorbereitet; Juror Theo Büren schulte spontan zum Sanitäter um und verarztete den Hobby-Koch, ehe es weiterging. "So etwas kann natürlich immer passieren, wenn man in ungewohnter Umgebung arbeitet", sagte Büren. "Insgesamt arbeiten die Teams aber sehr konzentriert. Man merkt, dass sie nicht zum ersten Mal am Herd stehen." Bestes Beispiel: Die Sahneschnitten, die mit 111 Punkten nicht nur knapp die Kochfreunde (102 Punkte) schlugen, sondern auch die Tagesbestleistung erzielten. Von den "Wasabi-Prawns" bis hin zum "Red Thai Beef Curry" lieferte das Team die überzeugendste Gesamtleistung des Tages ab. "Auch hier waren zwei sehr gute Gruppen am Herd. Die Sahneschnitten waren aber in allen Gerichten gleichmäßiger", sagte Gabriele Krafft.

Bei all dem Ehrgeiz durfte aber auch die Stimmung am ersten Tag des Kochduells nicht zu kurz kommen. "Alle hatten großen Spaß, das war ein richtig guter Anfang für uns", sagte Josef Büren. Weiter geht es am 15. März. Das Thema lautet dann: Italienisch.

(RP)
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