Kevelaer: Arbeiten auf der Hauptstraße dauern länger

Kevelaer : Arbeiten auf der Hauptstraße dauern länger

Unter anderem wegen des Frostes Anfang des Jahres soll der Bereich erst im August fertig werden.

Bei der Umfrage der RP in der vergangenen Woche haben einige Geschäftsleute deutlich gemacht, wie sehr sie von den Bauarbeiten auf der Hauptstraße betroffen sind. Dabei wurde von ihnen auch die Hoffnung geäußert, dass die Arbeiten vielleicht schneller als geplant beendet sind. Doch daraus wird nichts werden. Im Gegenteil: Franz Heckens von der Stadt Kevelaer teilte jetzt mit, dass der ursprüngliche Zeitplan nicht eingehalten werden kann.

Nach jetzigem Stand wird der erste Bauabschnitt leider erst im August fertiggestellt werden können", so Heckens. Ursprünglich sollten die Arbeiten im Juli enden, jetzt wird es wohl einen Monat länger dauern.

Zum einen habe der Frost zu einer Verzögerung geführt. Bei den Bauarbeiten habe sich aber auch herausgestellt, dass die Verhältnisse im Boden nicht immer so sind, wie es nach den Plänen zu erwarten war. "So gibt es deutlich mehr Hausanschlüsse, die es nach den Leitungsplänen eigentlich gar nicht geben dürfte. Diese unbekannten Leitungen sind in langwieriger Handar-beit freizulegen."

Der bisherige Zeitverlust könne leider nicht mehr aufgeholt werden. "In den beengten Verhältnissen können nicht mehr Arbeiter sinnvoll eingesetzt werden. In dieser und der nächsten Woche wird aber zeitweise bis 22 Uhr gearbeitet, wenn die Seitenbereiche vor den Geschäften aufgenommen werden müssen", teilt Heckens mit.

Außerdem soll der zweite Teil bis zur Annastraße in zwei kürzeren Abschnitten saniert werden. Damit entfällt die Notwendigkeit, immer eine provisorische Fahrbahn vorzubereiten, über die im Notfall Rettungsfahrzeuge passieren könnten. Anfang Mai soll es im nächsten Abschnitt losgehen. Mitte Mai wollen die Arbeiter dann schon damit beginnen, vom Kapellenplatz aus den ersten Abschnitt der Hauptstraße zu pflastern. Danach könnten die ersten Teile der Hauptstraße wieder freigegeben werden.

Mit der Verzögerung ist klar, dass auch die Pilgersaison länger von den Arbeiten betroffen ist als bisher gedacht.

Auf die Sanierung im kommenden Jahr im Abschnitt von der Annastraße bis zum Roermonder Platz soll die Verzögerung keine Auswirkungen haben. "Die Arbeiten dort sollen wie geplant im Januar beginnen, wenn das Wetter mitspielt", sagt Heckens. Der Abschnitt sei auch kürzer, daher gehe er davon aus, dass die Arbeiten dort schneller erledigt sind und die Baustelle bis Juni 2019 beendet ist.

So ärgerlich die Verzögerung ist, teurer soll das Projekt dadurch nicht werden. "Im Moment ist nicht zu erkennen, dass die Baumaßnahme durch die Verzögerung teurer wird", so Norbert de Ryck von den Stadtwerken, die das Projekt betreuen.

(zel)
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