An den Automaten des Rosenhofs gibt es Milch

Frische Milch aus dem Automaten : Kuhmilch bitte, aber frisch gezapft

Im Supermarkt gibt es nicht nur abgepackte Milch in Kartons oder Flaschen. An den Automaten des Rosenhofs gibt es das tierische Erzeugnis auf Knopfdruck. Kunden erzählen, was ihnen an dem Angebot besonders gut schmeckt.

„Sofort trinkfertig“, steht am Automaten. Camelo Sessa macht den Test und nimmt einen Schluck der weißen Flüssigkeit aus der Flasche. „More natural“, also „Mehr natürlich“ findet er das, was er da trinkt. Der Automat steht im Rewe-Markt Narzynski, als Alternative zu der abgepackten Frischware im Kühlregal. „Ich liebe Milch“, sagt Sessa und wirkt sehr zufrieden mit dem Erzeugnis des Rosenhofs. Nicht nur beim Rewe-Supermarkt in Kevelaer hat Familie Lörcks einen Automaten aufgestellt, an dem die Kunden frische Milch zapfen können. Auch in Kalkar, Kleve und Goch sind sie mit ihren Automaten am Start. 200.000 Euro hat die Familie dafür investiert. Wenn sie mehrmals in der Woche den Automaten neu befüllen, sind sie mit ihrem schwarz-weiß gefleckten Lieferwagen nicht zu übersehen. 180 Liter gehen in den Automaten. In Goch wird momentan übrigens die meiste Milch frisch gezapft, sagt Theo Lörcks, der mit seinem Enkel Lukas die Runde zu den verschiedenen Supermärkten fährt. 120 Kühe hat der Rosenhof. Trotz der Automaten wird auch noch Milch zur Molkerei geliefert.

Tomasz Gajda ist einer der Kunden, der bewusst nach einer Alternative gesucht hat. Die frisch gezapfte Milch vom Rosenhof sei besser verträglich, sagt der Familienvater. Er ist froh, dass er den Automaten vom Rosenhof entdeckt hat. Wie Kunden an die Milch kommen, ist ganz einfach. Jeder kann seine eigene Flasche mitbringen. „Alles, was in die Türe passt, kann verwendet werden“, sagt Theo Lörcks und zeigt auf die Einfüllstation. Als Service steht neben dem Automaten ein weiterer mit sauberen Glasflaschen. Ein Liter Milch kostet 1,30 Euro. Lörcks erklärt, was den Unterschied macht und warum Camelo Sessa den natürlichen Geschmack gelobt hat. „Die Milch wird nicht homogenisiert, sondern pasteurisiert.“ Dadurch blieben die Fettkügelchen in der Milch erhalten, und da Fett bekanntlich ein Geschmacksträger ist, schmeckt die Milch „natürlich“. So lautete das Urteil des spontanen Milchtesters Camelo Sessa. Lukas Lörcks vom Rosenhof trinkt übrigens gerne zum Frühstück ein Glas Milch. In seiner Familie steht bereits die fünfte Generation in den Startlöchern, um Milch zum Verbraucher zu bringen. Der Hof ist im Reeser Ortsteil Grietherbusch.Fünf Stunden reine Fahrtzeit sind Theo und Lukas Lörcks unterwegs, wenn sie die frische Milch zu den verschiedenen Zapfautomaten in der Region bringen. „Der Bedarf steigt stetig“, stellt Theo Lörcks zufrieden fest. Die Idee, frische Milch vom Hof zu den Kunden zu bringen kommt an.