Weeze: Airport-Security: Betriebsrat übt Kritik

Weeze: Airport-Security: Betriebsrat übt Kritik

Verdi hatte bereits Kritik an der Aktion geübt, jetzt hat auch der Betriebsrat sein Veto eingelegt. Die Firma Agello Aviation, die für den Sicherheitsdienst am Airport Weeze zuständig ist, kann damit nicht der Firma Kötter am Flughafen Düsseldorf mit Personal aushelfen.

Wie berichtet, hat es dort wegen fehlenden Personals lange Wartschlangen gegeben.

Durch den Abzug einer Ryanair-Maschine vom Airport Weeze zum 1. Juni werden bei der mit der Flugabfertigung und Sicherheitskontrolle betrauten Agello Aviation Stundenkontingente frei. Die Unternehmensleitung hatte daher Verhandlungen mit Kötter mit dem Ziel einer Zusammenarbeit aufgenommen. Dadurch sollte dort eine Entspannung der bekanntermaßen knappen Personallage erfolgen, bei gleichzeitiger Arbeitsplatzsicherung für die Weezer Mitarbeiter, so Geschäftsführer Sebastian Gilleßen. "Unser klares Ziel war die Beschäftigungssicherung für unsere Mitarbeiter, und das zu besseren Rahmenbedingungen", meint Gilleßen.

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Aus Sicht des Betriebsrates stellt sich die Situation anders da. "Wir sind nicht kategorisch gegen diese Überlegungen, es geht aber um die Rahmenbedingungen", sagt Özay Tarim, Gewerkschaftsekretär von Verdi, der auch den Betriebsrat in Weeze vertritt. Die Zusammenarbeit mit Kötter solle bis zum 31. Oktober befristet sein, das sei keine zukunftssichere Perspektive für die Agello-Mitarbeiter.

Um der Betriebsvereinbarung zur Zusammenarbeit mit Kötter zuzustimmen, hat der Betriebsrat drei Forderungen: Es könne nicht sein, dass die Agello-Geschäftsführung plane, neue Mitarbeiter für den Dienst in Düsseldorf einzustellen. Denn Aviation habe bereits jetzt Probleme, die Stundenkontingente für die Stammbelegschaft in Weeze zu erfüllen. Zweitens müssten finanzielle Anreize geschaffen werden, um in Düsseldorf Dienst zu tun. Dritte Forderung ist, dass die Fahrzeit von Weeze nach Düsseldorf als Arbeitszeit bezahlt wird. Geplant ist, dass die Mitarbeiter per Kleinbus nach Düsseldorf gebracht werden. Von Seiten von Agello Aviation hieß es in einer Pressemitteilung, dass nach dem Nein des Betriebsrates "arbeitsrechtliche Maßnahmen, wie Reduzierung der Vertragsstunden und sogar Kündigungen, unabwendbar" seien. Özay Tarim spricht hier von Drohung.

(zel)
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