Kevelaer: Ärger um Bunker: Schoenen geht nach Goch

Kevelaer: Ärger um Bunker: Schoenen geht nach Goch

Kevelaer/GOCH (mbue) Gut und schnell erreichbar zu sein ist für viele Unternehmen ein wichtiges Kriterium bei einer Ansiedlung. Doch für die Firma Schoenen war dies nicht der Hauptgrund, nach Goch umzusiedeln – vielmehr habe es "Ärger mit der Nutzung unserer Halle gegeben", berichtet Firmenchef Christoph Schoenen.

Erst vor einem halben Jahr hatte der mittelständische Familienbetrieb, der maßgefertigte Profilelemente wie Fensterbänke, Kaminwände und Sockelbekleidungen produziert, im Traberpark bei Twisteden drei Bunker bezogen. "Die hatte man uns als Gewerbefläche vermietet", erklärt Schoenen. Dann ging der Ärger los: Ein Mitbewerber habe Anzeige erstattet, weil die fraglichen Bunker nur zur Nutzung für den Pferdesport freigegeben seien. Bei der Stadt Kevelaer habe man ihm mitgeteilt, dass bekannt sei, dass die Bunker zu falschen Zwecken vermietet würden, sagt Schoenen. "Es hieß nur: Wo kein Kläger, da kein Richter." Diesmal aber gab es einen Kläger, und so wurde die Stadt aktiv. Doch eine Ausweichmöglichkeit habe man ihm nicht genannt, sagt der Firmenchef, der sich im Regen stehen gelassen fühlt – und sich kurzerhand für einen Ortswechsel entschied. "Da wir beruflich ohnehin viel in Goch sind, hat es sich für uns angeboten, gleich dorthin zu ziehen."

Kevelaer verliert damit ein Unternehmen, das seit der Gründung 1984 dort ansässig war. Nun profitiert es auch von der guten Verkehrsanbindung in Goch. Seit einigen Wochen ist die Firma an der Jurgensstraße 20 untergebracht. Unterstützt wurde die Ansiedlung durch das Maklerunternehmen Swertz-Heyne und Gochs Wirtschaftsförderer Rüdiger Wenzel.

(RP)