Adventskalender der Kirche St. Antonius Kevelaer fürs Handy

Kirchliches Leben in Kevelaer : Der kalorienarme Adventskalender

An 24 Tagen schickt die Antonius-Gemeinde Kevelaer Bilder und Texte aufs Handy. Dafür kann man sich anmelden.

Adventskalender kann man nicht genug haben. Einen mit kleinen Geschenken, einen mit Schokolade, einen mit kleinen Bildern. Warum also nicht auch einen fürs Handy? Den gibt es in diesem Jahr von Mitgliedern von St. Antonius Kevelaer.

Die Idee ist nicht neu. Mitglieder des Pfarreirats haben die Idee der mobilen Nachrichten, die ermutigen, bei einer Kirchengemeinde im Bereich Kamp-Lintfort entdeckt. Die hatten das Verschicken von Nachrichten zu einer Fastenaktion genutzt und auch ein Bistum schickt in diesem Jahr einen solchen Kalender auf den Weg, verrät Anne Teller-Weyers. Der Adventskalender von St. Antonius Kevelaer sei nicht nur kalorienarm, sondern auch nachhaltig, weil kein Müll produziert werde, fasst sie die Vorteile zusammen. Bisher haben sich schon 50 Nutzer dafür angemeldet. Gerne dürfen es mehr werden.

Gemeinsam mit Bernarde Broeck­mann, Brigitte Sensen, Mario Wolsing, Anne Düngelhoef, Carola Krahnen und Frank Tunnissen aus dem Pfarreirat hat Anne Teller-Weyers sich darüber Gedanken gemacht, was die Benutzer an 24 Tagen bis Heiligabend zu sehen bekommen. Schöne Bilder, Zitate oder eine Frage, über die man sich im Stillen Gedanken machen kann, sollen die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen.

Anne Teller-Weyers hofft auf positive Nebeneffekte. Bild, Texte und Fragen sollen mit in den Tag genommen und zum Beispiel vor der roten Ampel aus dem Gedächtnis hervorgekramt werden. Passenderweise heißt der mobile Adventskalender „Wartezeit“.

„Zeit für sich selber“, nennt Anne Teller-Weyers den Gewinn, den jeder für sich daraus ziehen soll. Denn auch wenn Weihnachten eine schöne Zeit ist, mit Geschenken, zu der alle aus der Familie zusammenkommen, bedeute es für viele auch Stress. Gerade beim Endspurt zum Fest hin. „Es gibt schon eine gewisse Hektik, die viele treibt“, fasst Anne Teller-Weyers ein Grundgefühl zusammen, das sich oft in den Einkaufsstraßen kurz vor Weihnachten und in manchem Zuhause breit macht.

Die guten Gedanken des Adventskalenders sollen zur Muße anregen. Das soll nicht nur regelmäßigen Kirchenbesuchern und Bibelfreunden dienen, sondern allen. „Ich glaube, wir haben nur eine Bibelstelle dabei“, sagt Anne Teller-Weyers. Es wurde Wert darauf gelegt, möglichst viele Leute anzusprechen. „Gruppen, die sonst nicht so viel von der kirchlichen Arbeit mitbekommen“, sagt die Winnekendonkerin. Sie hat selbst viele verschiedene Personen im Handy eingespeichert, denen möchte sie den Adventskalender näher bringen.

Das Gute: Jeder kann sich für den Kalender anmelden, zu jeder Zeit, auch erst am 6. Dezember. Ein Ausstieg ist durch das Senden des Wortes „Stopp“ auch jederzeit möglich, wie auch ein Wiedereinstieg. Wie der Ablauf genau funktioniert, ist im Info-Kasten näher beschrieben.

Den Bestimmungen des Datenschutzes wird selbstverständlich Rechnung getragen. Niemand sieht die Telefonnummern der anderen, die auch die Advents-Impulse geschickt bekommt. Mitmachen ist kostenlos. Nach Ablauf des Adventskalenders werden alle teilnehmenden Mobilfunknummern gelöscht. Aber vorher dürfen sich die Nutzer von 24 Überraschungen erfreuen lassen.

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