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28 Tonnen Sand für den Gnadenhof in Weeze

Kampf gegen den Schlamm in Weeze : 28 Tonnen Sand für den Gnadenhof

Die Einrichtung in Baal kämpft nach den anhaltenden Regenfällen mit dem Schlamm. Doch es gibt bereits Hilfe. Weitere ist aber nötig, um den gesamten Platz der Anlage in Weeze trocken legen zu können.

Der Fall hatte für viel Aufsehen gesorgt. Der Gnadenhof in Baal leidet sehr unter den starken Regenfällen der vergangenen Wochen. Wie berichtet, haben sich große Bereiche des Areals in eine Schlammwüste verwandelt. Die Verantwortlichen baten um dringende Hilfe. Den Bericht in der Rheinischen Post hatten auch Verantwortliche der Kiesfirma Welbers gelesen. „Man hat sich sofort bei uns gemeldet und gesagt, dass uns die Firma gerne unterstützen will“, sagt Beate Mühlenberg, Leiterin des Gnadenhofs. Und kurze Zeit später rollten bereits die Lastwagen an und kippten 28 Tonnen Sand auf den morastigen Boden. „Der Sand reicht natürlich noch nicht aus, um das komplette Gelände trocken zu legen. Aber es ist ein erster Anfang“, erzählt Beater Mühlenberg.

Mit dem Material sorgten die Helfer erst einmal dafür, dass die Bereiche am Eingang trocken gelegt wurden. Hier verteilten sie den Sand, an dem die Tiere auf jeden Fall schon ihren Spaß haben. Die Pferde halten sich bereits ganz lange auf den Sandhaufen auf. Sie sind offenbar ganz wild darauf, sich in dem weichen Untegrund zu wälzen. Darauf müssen sie in dem Schlamm seit einiger Zeit verzichten.

Die Lastwagen kippten den Sand am Hof ab. Foto: ja/Gnadenhof

Der Schlamm ist allerdings nicht nur unangenehm für die Tiere, sondern kann eine echte Gefahr sein. Immer mal wieder sind die Ponys stecken geblieben. Es besteht die Sorge, dass die Tiere stürzen und sich verletzen könnten. Hinzu kommt, dass die Hufe weich werden, wenn sie den ganzen Tag im Wasser stehen. Das Horn weiche auf, das könne zu Huf- und Beinerkrankungen führen. Normalerweise lieben es die Tiere auch, sich auf den Boden zu legen. Auch das ist im Moment unmöglich, weil alles voller Pfützen ist. So extrem wie derzeit sei die Lage noch nie gewesen, heißt es.

Selbst dem dicken Schwein Hermine ist der Morast im Laufe der Zeit zu viel geworden. Eigentlich ist die Sau ein großer Fan davon, sich im Schlamm zu wälzen. Doch der Untergrund war so tief geworden, dass Hermine mit ihren kleinen Beinen immer mal wieder stecken blieb. Daher zog auch sie es vor, bei diesen Bedingungen lieber im Stall zu bleiben.

Vor etwa fünf Jahren ist das Gelände zum letzten Mal mit Sand befestigt worden. Da die Pferde sich hier fast täglich aufhalten, hat das Areal gelitten und kann sich nicht mehr erholen.

Der Sand von Welbers soll erst der Anfang sein. Die Verantwortlichen des Gnadenhofs hoffen, dass es weitere Spenden gibt. Eine Reihe von Privatleuten hat auch bereits signalisiert, dass man die Einrichtung unterstützen möchte. „Es ist schon einiges an Spenden eingegangen. Diese Hilfsbereitschaft freut uns sehr“, sagt Beate Mühlenberg.

Man will allerdings jetzt erst einmal warten, bis es längere Zeit trocken ist. Schließlich mache es keinen Sinn, wenn das neue Material sofort wieder weggespült wird.