17,3 Millionen für Schulzentrum in Kevelaer

Kevelaer: 17,3 Millionen für das Schulzentrum

Staatssekretär Mathias Richter war zu Besuch in Kevelaer und informierte sich über den Standort. Angetan war er vor allem von der Arbeit der Mensa. Dieses Angebot soll ausgebaut und drei Millionen Euro sollen investiert werden.

Am Ende konnte Sozialdezernent Marc Buchholz einfach nicht anders. Er gab Staatssekretär Mathias Richter den dezenten Hinweis mit auf den Weg, dass es doch schön wäre, wenn es für die Arbeit der Mensa am Schulzentrum auch eine Förderung gäbe. Schließlich sei das Projekt in Trägerschaft des SOS Kinderdorfes ein echtes Leuchtturmprojekt. Auch Ministerin Ina Scharrenbach werde sich demnächst ein Bild davon machen. Richter musste grinsen, machte keine Zusagen und verwies darauf, dass er zwar Leuchttürme auch ganz schön fände, aber dass das Land die Aufgabe habe, in ganz NRW für Licht zu sorgen.

Aber auch Richter zeigte sich angetan von der Arbeit in der Mensa, in der mittags die Schüler des Schulzentrums verpflegt werden. Und weil der Bedarf so groß ist und die Zahl der Schüler wächst, soll das Angebot erweitert werden. Im kommenden Jahr soll es einen konkreten Vorschlag für die Erweiterung geben, so Buchholz.

Staatssekretär Mathias Richter (4.v.r.) beim Besuch
Staatssekretär Mathias Richter (4.v.r.) beim Besuch des Schulzentrums Kevelaer vor der Mensa. Foto: Latzel

In der Auflistung der Investitionen, die der Kämmerer mit zu dem Termin gebracht hatte, sind drei Millionen Euro für diese Erweiterung eingeplant. Insgesamt sollen von 2010 bis 2023 rund 17,3 Millionen Euro in das Schulzentrum fließen.

Aus Sicht der Gesamtschule besonders wichtig: Weitere rund fünf Millionen Euro sind für die Modernisierung des Standortes in Weeze vorgesehen. Denn in Kevelaer gibt es die besondere Situation, dass die Gesamtschule in zwei Kommunen vertreten ist. Bekanntlich hatte es dazu vor einiger Zeit eine Diskussion gegeben. Am Ende hatte aber auch die Politik in Kevelaer den Weg für die Investitionen in Weeze frei gemacht.

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Weezes Bürgermeister Ulrich Francken machte daher noch einmal deutlich, wie wichtig diese Entscheidung sei. Natürlich gebe es besondere Probleme, wenn Schulen zwei Standorte haben, aber man habe gezeigt, dass man darauf eingehen werde. Eltern würden aber kleine Systeme und vor allem die Schule vor Ort schätzen.

In Kevelaer gibt es das Problem, das auch andere Schulen haben, wie der Staatssekretär erläuterte. Es sind zwar genug Lehrerstellen vorhanden, was fehlt ist das Personal. Von 9000 ausgeschriebenen Stellen seien 3700 unbesetzt geblieben. Daher will das Land Anreize schaffen, dass Lehrer der Sekundarstufe II (Oberstufe) an Grundschulen oder in der Unterstufe (Sek I) unterrichten. Denn im Bereich von Sek II gebe es in vielen Bereichen ein Überangebot von Lehrern.

An der Gesamtschule Kevelaer-Weeze sind laut des kommissarischen Schulleiters Christoph Feldmann aktuell rechnerisch 2,5 Stellen unbesetzt. Gerade erst habe man eine Sonderpädagogenstelle ausgeschrieben. Es habe aber keine Bewerbung auf die Position gegeben.

Wegen Personalengpässen habe es diesmal auch einen etwas holprigen Start nach den Sommerferien gegeben. Darauf habe man reagiert indem die Schüler vor allem Unterricht beim Klassenlehrer bekommen habe. Das habe sehr gut funktioniert. Jetzt laufe der normale Betrieb wieder.