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Kempen: Zuversicht für Kooperation

Kempen : Zuversicht für Kooperation

Die sechs katholischen Gemeinden in den Städten Kempen und Tönisvorst arbeiten ab 2010 verbindlich zusammen. Damit entsteht die größte Gemeinschaft der Gemeinden im Bistum Aachen. Sie hat 35.000 Katholiken.

Kempen/Tönisvorst Bernd Wolters, Fachreferent für Gemeindearbeit im Bistum Aachen, ist zuversichtlich, dass die Verhandlungen zwischen den sechs katholischen Pfarrgemeinden in den Städten Kempen und Tönisvorst zur Bildung einer Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) zügig zu einem Ergebnis kommen. Damit käme mit rund 35 000 Katholiken die größte GdG innerhalb des Bistums Aachen zu Stande, sagt Wolters.

Alt-Kempen stellt größte Pfarre

Eine GdG sei weit mehr als die Summe der Pfarreien. In ihr sollen sich die einzelnen Gemeinden mit ihren Schwerpunkten wiederfinden. Das gelte auch für die drei Alt-Kempener Gemeinden Christ König, St. Josef und St. Mariae Geburt, sagt Wolters.

Sie sind zurzeit noch als drei selbstständige Pfarren organisiert, müssen aber zum 1. Januar 2010 auf Anordnung des Bischofs zu einer Pfarre fusionieren. Dadurch entsteht innerhalb der GdG Kempen-Tönisvorst auf Alt-Kempener Gebiet die größte Pfarre mit rund 14 000 Katholiken.

Die Gemeindeberater Roland Weber aus Mönchengladbach und Thomas Tönneßen aus Jülich erarbeiten nach Angaben von Bernd Wolters mit Vertretern der Pfarren Christ König, St. Josef, St. Mariae Geburt (Alt-Kempen), St. Hubertus (St. Hubert), St. Cornelius (St. Tönis) und St. Godehard (Vorst) eine so genannte GdG-Vereinbarung.

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Sie regele unter anderem, welche inhaltlichen Schwerpunkte die Gemeinden in Seelsorge und Gemeindearbeit setzen, wie viele Vertreter die sechs Gemeinden jeweils in den GdG-Rat entsenden. Der GdG-Rat entspricht etwa dem Pfarrgemeinderat auf Ebene einer Pfarre.

Die Anzahl der Gemeindevertreter im GdG-Rat sei verbindlich. Sie gelte auch dann, so Wolters, wenn zum 1. Januar 2010 die Fusion der drei Alt-Kempener Pfarren vollzogen sei. Das stelle sicher, dass die Gemeinden Christ König, St. Josef und St. Mariae Geburt auch danach mit eigenen Vertretern in dem Gremium vertreten seien.

Die GdG sei ein "Garant, dass sich die kleinen Gemeinden nicht unter Wert wiederfinden", so Wolters. Leiter der GdG Kempen-Tönisvorst wird einer der Priester, die innerhalb der GdG arbeiten. Auf Vorschlag der GdG-Rates werde der Bischof den GdG-Leiter ernennen, sagt Wolters.

Bis zum Jahresende muss der GdG-Vertrag fertig sein. Wolters ist sicher, dass das gelingen wird. Um den Kirchengemeindeverband (KGV) zu gründen, der die Anstellungsträgerschaft für das Kirchengemeindliche Personal innerhalb der GdG und die Betriebsträgerschaft für die Einrichtungen hat, die nicht zum kirchlichen Sondervermögen gehören, haben die Pfarren nicht mehr allzuviel Zeit. Das muss bis 30. Juni geschehen sein. Dazu ist ein Votum der Kirchenvorstände aller sechs zurzeit in den Städten Kempen und Tönisvorst bestehender Pfarren notwendig. Wolters erwartet auch bei der Gründung des KGV keine Probleme.

(RP)