Zum Start des Kempener Weihnachtsmarktes

Start am 29. November : Das bietet der Kempener Weihnachtsmarkt

An den vier Adventswochenenden findet in der gesamten Altstadt wieder der beliebte Weihnachtsmarkt statt. Grundsätzliche Änderungen des Konzeptes gibt es nicht. Einige Neuerungen sind aber geplant.

„Wir haben Verständnis für die Belange der Marktbeschicker“, sagt Armin Horst, Vorsitzender des Kempener Werberings. Im Vorfeld des bevorstehenden Weihnachtsmarktes hatte der Vorstand der Interessengemeinschaft von Handel und Gastronomie in Alt-Kempen bereits über eine Neuausrichtung der Traditionsveranstaltung in den kommenden Jahren nachgedacht. Der Werbering hatte bei der Stadt beantragt, möglicherweise ab 2020 den gesamten Buttermarkt während der Adventszeit mit Verkaufsbuden und einer weiteren Attraktion zu bestücken. Diese sollten zwar – wie bisher – nur an den vier Adventswochenenden öffnen, aber da der Auf- und Abbau sehr aufwendig ist, wäre der gesamte Platz für die Adventszeit blockiert gewesen. Die Marktbeschicker hätten zum Burgparkplatz ausweichen müssen, was die aber nicht wollen, weil sie gerade während der Vorweihnachtszeit beim Wochenmarkt am Rathaus besonders hohe Umsätze erzielen.

Das Thema sei aus Sicht des Werberings nun vom Tisch, versichert Armin Horst. Stattdessen plant man mit dem Veranstaltungspartner, der Agentur „X-Dreams“, für die Advents- und Weihnachtszeit 2020 den Aufbau einer Eisbahn mit Almhütte und Gastronomie auf dem Burgparkplatz. Dazu gibt es bereits positive Signale aus dem Rathaus, wie Bürgermeister Volker Rübo bestätigt. Für den Werbering wäre ein solche Attraktion wichtig, nicht nur um dem Weihnachtsmarkt neuen Schub zu verleihen, sondern auch um das Geschäftszentrum Klosterhof besser einbinden zu können. Der Werbering will die Traditionsveranstaltung auch deshalb neu beleben, weil die Weihnachtsmärkte in der Region deutlich an Attraktivität gewinnen. Viele Besucher, die nach Kempen kommen, stammen aus der Rhein-Ruhr-Region und dem benachbarten Ausland. Da können sich die Macher des Kempener Weihnachtsmarktes nicht auf ihren Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen.

Zurück zum bevorstehenden Weihnachtsmarkt: Der beginnt am Freitag, 29. November, um 18 Uhr mit dem sogenannten Anglühen auf dem Buttermarkt. Jeweils freitags von 18 bis 22 Uhr ist dort an den vier Adventswochenenden der Markt bereits geöffnet. In der übrigen Altstadt werden die fast 200 Stände jeweils samstags von 11 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein. Am Wochenende 7./8. Dezember kommt an beiden Tagen der Nikolaus, am Sonntag, 15. Dezember, haben die Geschäfte von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Nach der Kritik von Tierschützern in den vergangenen Jahren wird es eine sogenannte Lebende Krippe auf dem Buttermarkt nicht mehr geben. Stattdessen werden historische Jahrmarktsfahrgeschäfte – speziell für Kinder – aufgebaut. Mal wird es ein Karussell sein, mal ein Mini-Riesenrad oder eine Schiffsschaukel. Dazu neu sind historische Skigondeln für die älteren Marktbesucher.

Zum zweiten Mal soll es auf der Peterstraße einen Weihnachtswald geben. Im vorigen Jahr fiel der sehr dürftig aus, diesmal liefert Gut Heimendahl 60 drei Meter große Tannen. Für Donnerstag, 28. November, 18 Uhr, ist eine „Schmück-Party“ geplant. Jeder Besucher darf eigene Kugeln mitbringen und an die Bäume hängen. Als Dankeschön gibt es Glühwein. Zu den Weihnachtsmärkten wurde eine Erzählerin engagiert, die im Weihnachtswald Märchen vorträgt.

Auf dem Sockel des Martinsdenkmals auf dem Buttermarkt wird wieder eine kleine Bühne stehen, von der aus Musikgruppen Weihnachtliches vortragen werden. Kinder können auch wieder in den Altstadtstraßen mit ihren Instrumenten Musik machen. Drehorgelspieler – die auf Vermittlung von Ute Gremmel-Geuchen nach Kempen kommen – ziehen durch die Straßen. Eine Waldweihnacht auf der Burgwiese gibt es diesmal nicht mehr.

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