Energiewende in Kempen Wirtschaftsförderung organisiert Infoabend zu PV auf Gewerbe

Kempen · Ob und wann sich Photovoltaik auf Gewerbeimmobilien lohnt und was zu beachten ist, das sollte eine Diskussionsrunde der Wirtschaftsförderung Kempen mit Anbietern, Unternehmern und Banken klären.

Lohnt sich eine PV-Anlage auf Gewerbeimmobilien?`Das wollte die Wirtschaftsförderung klären.

Lohnt sich eine PV-Anlage auf Gewerbeimmobilien?`Das wollte die Wirtschaftsförderung klären.

Foto: dpa/Jens Kalaene

Wie lohnt sich Photovoltaik (PV) im Gewerbe wirklich? Auf diese Frage hat eine Podiumsdiskussion im Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein (TZN) Antworten gesucht. In einer von der Kempener Wirtschaftsförderung sowie dem Referat für Umwelt und Klimaschutz organisierten Veranstaltung gaben fünf Experten Einblicke in Chancen und Risiken der Anschaffung einer PV-Anlage und stellten sich den Fragen von rund 40 Unternehmern.

„Eine gewisse Rentabilität muss für die Unternehmen schon gegeben sein, wenn sie in PV investieren“, gab der Kempener Wirtschaftsförderer Stefan von Laguna als Moderator die Prämisse für die anschließende Diskussionsrunde vor.

„Eine PV-Anlage im Gewerbe ist tatsächlich nicht von heute auf morgen zu realisieren“, betätigte Nick Weidemann von der B & W Energy die Darstellung von Ingo Guhl, der zuvor die Anschaffung einer Anlage für sein Unternehmen Rhenotherm geschildert hatte. Der Energieleistungsanbieter aus dem Münsterland realisiert an der Seite der Stadtwerke Kempen Industrie- und Großprojekte.

„Wir beraten vernünftig und versorgen die gewerblichen Kunden mit Wissen“, umriss Marc Müschen (Stadtwerke Kempen) die Aufgabe des örtlichen Energieversorgers. Die Stadtwerke vertreiben PV-Anlagen sowohl für Gewerbe, als auch für Privatkunden. Welche Voraussetzungen gegeben sein sollten, dass ein Unternehmen von Anfang an Freude an seiner PV-Anlage hat, umriss Joris Allofs von der Landesgesellschaft NRW Energy4Climate.

Neben einem großen Betriebsdach und hohem Strom-Eigenverbrauch wies der Klimanetzwerker darauf hin, dass es für eine gewerbliche PV-Anlage keiner Baugenehmigung bedarf und es verschiedene Fördermöglichkeiten gebe.

In der anschließenden Fragerunde wurden weitere Aspekte angesprochen, beispielsweise der Hinweis auf professionelle steuerfachliche Beratung, um den gewünschten „Return on Investment“ (ROI) zu erreichen und stromautark zu arbeiten. Auf die Frage, welche Sicherheiten die Bank als Kreditgeber nimmt, antwortete Nicole Trapp von der Sparkasse Krefeld, dass dies zunächst die PV-Anlage selbst sei. Dennoch könnten künftige Bestimmungen des Gesetzgebers dazu führen, dass die Banken weitergehende Sicherheiten einfordern müssten. „Eine wichtige Herausforderung für die Unternehmen liegt in der Anpassung ihrer Prozesse, um eine Optimierung des Eigenverbrauchs zu realisieren“, schloss Wirtschaftsförderer Stefan von Laguna den Austausch. Auch weitere Ideen und Schritte seien an diesem Tage vermittelt worden, betonte er außerdem.

(svs)