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Wintereinbruch in Kempen, Willich, Tönisvorst und Grefrath sorgt für Freud und Frust

Schneefall in Kempen, Willich, Tönisvorst und Grefrath : Wintereinbruch sorgt für Freud und Frust

Der am Samstagabend einsetzende Schneefall hat für glatte Straßen gesorgt. Es kam zu mehreren Unfällen, bei denen aber niemand verletzt wurde. Auch der Nahverkehr wurde teilweise eingestellt. Viele freuten sich aber über das Wetter.

Der angekündigte Wintereinbruch ist im Kreis Viersen recht glimpflich verlaufen. Es kam jedoch auf den glatten Straßen zu einigen Verkehrsunfällen, bei denen glücklicherweise niemand verletzt wurde, so die Polizei auf Nachfrage. Räumdienste waren dauerhaft im Einsatz, um Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Bei den Feuerwehren war es ruhig.

Allerdings waren Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs betroffen: So fiel der RE10 zwischen Kleve und Düsseldorf, der auch in Kempen hält, in beiden Richtungen wetterbedingt aus. Ein Ersatzverkehr per Bus wurde wegen der eisglatten Straßen nicht eingerichtet. Und so wurden am Sonntag auch reguläre Buslinien eingestellt. „Der Winterdienst tut zwar sein Bestes, aber bei den Minustemperaturen gefriert das Getaute sofort wieder. Unser Fahrer von heute ist ein erfahrener Kraftfahrer, aber auf Eis lässt es sich einfach nicht fahren. Der Bus fährt jetzt noch von Kempen aus Richtung Kaldenkirchen, und dann wird der Betrieb eingestellt“, informierte beispielsweise die Firma Kessels Reisen.

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Vor allem die Kinder freuten sich über das Winterwetter – und nutzten jeden Hügel, um mit Schlitten oder Plastiktüte unter dem Allerwertesten zu rodeln. Mancher holte sogar sein Snowboard aus dem Keller. Gut besucht waren auch die Wanderwege im Kreis Viersen. Bei aller Freude über die Ablenkung von der Corona-Tristesse: Die Behörden machen darauf aufmerksam, dass auch beim Schlittenfahren oder Spazierengehen die Kontaktbeschränkungen gelten und Hygieneabstände einzuhalten sind.

Auch für die kommenden Tage sagt der Deutsche Wetterdienst Schneefall mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich voraus. Die Stadt Willich weist auf die Schneeräumpflicht der Bürger hin: Eigentümer oder Anlieger sind verpflichtet, in der Zeit von 7 bis 20 Uhr den Gehweg vor ihrem Haus in einer Breite von 1,50 Meter von Schnee zu befreien. Sollte kein Gehweg mit Bordstein vorhanden sein, muss ein Streifen von 1,50 Meter Breite, gemessen von der gemeinsamen Grenze zwischen Anliegergrundstücken und der öffentlichen Verkehrsfläche, von Eis- und Schneeglätte befreit werden. Dabei soll vornehmlich Granulat, Sand und Asche verwendet werden – nur in Ausnahmefällen ist Salz zulässig.