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Werksverkauf von Griesson-de Beukelaer in App "Too Good To Go" zu finden

Werksverkauf in Kempen : De Beukelaer in App gegen Lebensmittelverschwendung

Über die App „Too Good To Go“ können Nutzer Überraschungspakete mit nicht verkauften Artikeln bestellen und im Werksverkauf abholen. Damit startet ein neues Projekt innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie von Griesson-de Beukelaer.

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung: Seit Januar ist der Werksverkauf der Firma Griesson-de Beukelaer an der Arnoldstraße 62 in Kempen in der App „Too Good To Go“ vertreten. Der Name bedeutet so viel wie: zu gut zum Wegschmeißen. Durch die Kooperation können die Nutzer Überraschungspakete mit nicht verkauften Artikeln bestellen und im Laden abholen – „und somit ihren Teil dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu minimieren“, informierte jetzt das Unternehmen.

In den Paketen enthalten sind demnach beispielsweise Kekse und Snacks, die kurz vor dem Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen, einen hohen Bruchanteil oder eine beschädigte Verpackung haben. Die Päckchen gibt es in zwei Größen: für je drei oder fünf Euro. Dabei sei der tatsächliche Warenwert der enthaltenen Produkte jeweils dreimal so hoch, informiert das Unternehmen.

Neu zusammengestellte Pakete werden täglich – je nach Verfügbarkeit – in der App eingestellt, wo sie dann von den Nutzern reserviert und innerhalb eines festgelegten Zeitraums im Werksverkauf abgeholt werden können. Griesson-de Beukelaer betont den nachhaltigen Aspekt: Die Nutzer würden so nicht nur interessante Angebote wahrnehmen, sondern der Umwelt und ihrem Geldbeutel etwas Gutes tun.

Laut Angaben der Betreiber der App, die Nutzer sich im App-Store oder bei Google Play herunterladen können, werden in Deutschland ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Die Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Zahl zu reduzieren, unter anderem durch die App, die Lebensmittel anzeigt, die bei Läden in der Nähe unverkauft geblieben sind.

Fünf Millionen Menschen würden das Projekt unterstützen, dazu kämen 6742 Cafés, Res­taurants, Supermärkte, Bäckereien und Hotels. Dadurch hat „Too Good To Go“ nach eigenen Angaben bereits sieben Millionen Portionen Lebensmittel gerettet. Um Lebensmittelverschwendung auch in Privathaushalten zu bekämpfen, hat „Too Good To Go“ die „Oft länger gut“-Kampagne über den Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum gestartet.

Mit der Beteiligung an „Too Good To Go“ startet innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategie von Griesson-de Beukelaer ein neues Projekt, teilt das Unternehmen mit. „Das Thema ,Food Waste’ hat für uns als Lebensmittelhersteller eine hohe Priorität. Daher spenden wir seit langem regelmäßig große Mengen unserer Süß- und Salzgebäck-Produkte an ‚Tafeln‘ deutschlandweit“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Andreas Land. „Die Kooperation mit ‚Too Good To Go‘ ist für uns eine zusätzliche Möglichkeit, uns regional für mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Lebensmitteln einzusetzen.“

Für seine Leistung im Bereich nachhaltige Unternehmensführung wurde Griesson-de Beukelaer zuletzt von der Nachhaltigkeits-Bewertungsplattform „EcoVadis“ mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Die Firma hatte Ende 2020 die Produktion der berühmten Prinzenrolle im Kempener Werk nach 65 Jahren eingestellt, der Werksverkauf blieb an gewohnter Stelle geöffnet.

(emy)