Werbering Kempen hofft auf mehr Unterstützung von der Stadt

Vorstandsklausur: Werbering ist enttäuscht von einigen Entscheidungen der Stadt

Die Interessengemeinschaft der Händler und Gastronomen hofft auf mehr Unterstützung von Verwaltung und Politik.

Bei der Vorstandsklausur, die alljährlich zu Beginn eines neuen Jahres stattfindet, hat das Leitungsteam des Kempener Werberings die Weichen für das Jahr 2019 gestellt. Bei der Hauptversammlung der Interessengemeinschaft für Handel und Gastronomie am Dienstag, 9. April, im Kolpinghaus sollen den Mitgliedern die Aktivitäten vorgestellt werden. Die Termine der vom Werbering organisierten Stadtfeste stehen. Los geht es mit dem Frühlingsfest am 7. April – mit einem verkaufsoffenen Sonntag.

Stichwort: Verkaufsoffener Sonntag. Am 6. Januar gab es mit dem „After Christmas Shopping“ in der Kempener Altstadt eine Premiere. Erstmals öffneten viele Geschäfte kurz nach Weihnachten an einem Sonntag. Die Erwartungen bei den Händlern waren groß, konnten aber nicht für alle Branchen erfüllt werde, wie Werberingvorsitzender Armin Horst im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. Das Thema Verkaufssonntage beschäftigte die Vorstandsmitglieder in den vergangenen Monaten intensiv. Es wurden Anträge an die Stadt gestellt, mehr verkaufsoffene Sonntage zu genehmigen. Dies wurde allerdings von der Politik weitgehend abgelehnt. Nur das „After Christmas Shopping“ wurde in der Dezember-Ratssitzung letztlich zusätzlich zugelassen. „Für uns war die Vorbereitungszeit zu kurz. Da konnten wir den Einkaufssonntag nicht mehr ausreichend bewerben“, sagt Horst. Abgelehnt wurde von der Politik auch der Vorstoß des Werberings, auch Geschäfte außerhalb der Altstadt in die Verkaufssonntage einzubeziehen. Der Self-Markt beispielsweise darf deshalb nicht öffnen. Darüber ist man im Werberingvorstand sehr enttäuscht, zumal es für den Self-Markt in Straelen eine andere Regelung gibt. Enttäuscht ist man im Werbering zudem, dass zum Stadtjubiläumsfest „Klingende Altstadt“ am 15. September nun kein verkaufsoffener Sonntag möglich ist, obwohl die Anregung dazu aus dem Rathaus selbst kam.

Kritisch sieht der Werberingvorstand auch die hohen Kosten für die Sicherung der eigenen Feste. 8000 Euro mussten allein 2018 für die Sperren an den Zufahrten zur Altstadt bezahlt werden. Eine von der Politik beschlossene Prüfung, inwieweit versenkbare Polleranlagen eingebaut werden können, schleppt sich seit Monaten hin. Die Stadt hat ein Gutachterbüro beauftragt, Ergebnisse liegen aber noch nicht vor.

In besonderer Weise von der Stadt im Stich gelassen fühlen sich die Geschäftsleute an der Ellenstraße. Der Baukran am Neubau Ellenstraße 40 schränkt den Weg in die untere Hälfte der Einkaufsstraße bekanntlich ein. Auch für den Halbfastenmarkt am 26. März plant die Stadt wohl nicht mit Verkaufsständen in diesem Bereich. Der Werbering sucht noch nach einer Lösung für das Frühlingsfest im April und das Altstadtfest im Mai.