Stadt Kempen: Werbering drängt auf die Brötchentaste

Stadt Kempen : Werbering drängt auf die Brötchentaste

Zwei Drittel der befragten Kunden bemängelten bei der Umfrage von Werbering Kempen und IHK unter anderem das Parkplatzangebot bei Veranstaltungen in der Innenstadt und das Fehlen einer so genannten Brötchentaste an den Kempener Parkautomaten.

Das Parkplatzangebot soll sich spätestens mit der Fertigstellung des Klosterhofs und der Eröffnung der dortigen Tiefgarage deutlich verbessern. Mit der Einführung einer Brötchentaste — sie ermöglicht das kostenfreie Parken für 15 Minuten — tun sich Stadt und Politik seit Jahren schwer. Beim Pressetreff erneuerte Werberingchef Reinhard Stein gegenüber Bürgermeister Volker Rübo die Forderung der Einzelhändler, einen solchen Service für Kunden einzurichten. Generell sollte zudem das Parkleitsystem in der Kempener Innenstadt auf den Prüfstand, weil auswärtige Besucher bei der Befragung eine teilweise unzureichende Beschilderung kritisierten.

Ebenso drängt der Werbering, das Tourismus-Informationssystem zu verbessern. Auch das wurde von den befragten Kunden bemängelt. Der Bürgermeister setzt auf die Fertigstellung des Klosterhofs. Dann könne die Tourismusinformation im Franziskanerkloster besser präsentiert und ausgeschildert werden. Ein eigenständiges Büro — etwa in der Heilig-Geist-Kapelle am Buttermarkt — lehnt Rübo ab. Ein solche, mit zwei bis drei Stadt-Mitarbeitern besetzte Anlaufstelle würde bis zu 130 000 Euro im Jahr an Betriebskosten verschlingen.

Stichwort Heilig-Geist-Kapelle: Deren künftige Nutzung ist weiterhin ungewiss. Die Propsteipfarre berät nach RP-Informationen über eine Lösung. Für den Werbering ist eine Anmietung derzeit zu teuer. Aber Vorsitzender Stein will mit der Pfarre weitere Gespräche führen.

(RP/rl)