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Stadt Kempen: Wenn Kommunen zu Partnern werden

Stadt Kempen : Wenn Kommunen zu Partnern werden

Ihr 50-jähriges Bestehen feiert die deutsch-französische Freundschaft in diesem Jahr. Auch in Kempen und Grefrath bestehen seit vielen Jahren enge Verbindungen zu Frankreich. Eine Bilanz der Partnerschaften.

Es sind zwar keine 50 Jahre wie zwischen Deutschland und Frankreich, aber in Kempen feiert man in diesem Jahr auch ein deutsch-französisches Städtepartnerschaftsjubiläum. Seit dem 20. März 1973 besteht nämlich die Partnerschaft mit der französischen Stadt Orsay, rund 50 Kilometer von Paris entfernt. Dazu kommt eine Partnerschaft mit Wambrechies, die seit dem 1. Oktober 1972 besteht.

"Unsere Städtepartnerschaften sind beide durch private Kontakte entstanden", informiert Ralph Braun vom Sachgebiet Städtepartnerschaft der Stadt Kempen. Im Falle Orsay war es der Kempener Joseph van Mierlo, der dort einheiratete und damit den Kontakt herstellte. Die in Frankreich aktive Kriegsgräberfürsorge war es wiederum, die sich für die Anfänge der Freundschaft mit Wambrechies auszeichnete. Bis Mitte der 90er Jahre war die Hochzeit der Beziehungen. "30 bis 40 Begegnungen gab es pro Jahr. Viele Vereine fuhren hin oder erhielten Besuch", berichtet Braun.

Allein mehr als 17 Jahre gab es ein jährliches Jugendlager, bei dem auch die weiteren Partnerstädte Kempens aktiv mitmischten. Der städtische Schüleraustausch der weiterführenden Schulen besteht heute noch, wobei das Thomaeum und das Luise-von-Duesberg-Gymnasium eigene Kontakte haben. Braun spricht von Wellenbewegungen in den Städtepartnerschaften. Mal seien es mehr, dann weniger Kontakte.

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So gibt es nach wie vor gemeinsame Chorkonzerte und erst zu St. Martin im vergangenen Jahr waren 140 Kinder aus Wambrechies zu Gast in Kempen. Eins steht jetzt schon fest und das betrifft das Partnerschaftsjubiläum mit Orsay. Es wird Anfang Juni in der französischen Stadt gefeiert.

Die Partnerschaft zwischen Grefrath und Frévent ist dagegen schon etwas älter. "Sie wurde 1966 offiziell besiegelt", berichtet Max Titulaer, Vorsitzender des Vereins der Freunde von Frévent und Gerbstedt. Der 1976 gegründete Verein ist es nämlich, der die Partnerschaft mit der französischen Stadt aber auch mit der deutschen, in den den neuen Bundesländern liegenden Stadt Gerbstedt betreut. So gibt es in der Dreierkombination jährliche Treffen, an denen auch immer wieder weitere Vereine teilnehmen. "Wenngleich es früher mehr waren. Dafür sind die Treffen heute sehr familiär. Es gibt lange bestehende Freundschaften", sagt Titulaer.

Der Verein selber unterstützt die Liebfrauenschule Mülhausen, die eine Partnerschaft zu einem Gymnasium in Frévent unterhält sowie die Grundschule in Grefrath. Wenn auch hier noch kein Französisch gesprochen wird, klappt die Verständigung zwischen den Grundschülern "mit Händen und Füßen gut", wie Titulaer berichtet. Vor dem Hintergrund, dass das Interesse der jüngeren Leute generell etwas nachgelassen hat, setzt der Verein früh an. Im Jahr 2016 steht das 50-jähirge Bestehen an. "Dann ist turnusmäßig Grefrath mit der Ausrichtung des Partnerschaftstreffens an der Reihe und wir wollen dieses Jubiläum richtig schön feiern", meint Max Titulaer.

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(tref)