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Weiß & Blau Kamperlings feierte ausgelassen im Kempener Kolpinghaus.

Weiß & Blau Kamperlings : Prinzengarde kam mit „Cordula Grün“

Die Gesellschaft Weiß & Blau Kamperlings feierte ausgelassen im nahezu ausverkauften Kolpinghaus.

Ein Feuerwerk der guten Laune wurde jetzt im nahezu ausverkauften Kolpinghaus abgebrannt. Schöne Bühnenbilder, davor Humoristen, Kölsche Tön oder gelenkige Tänzer und Tänzerinnen, gleich welchen Alters, verdienten sich den Applaus oder stürmisch geforderte Zugaben. Einmal mehr war dafür die Gesellschaft Weiß & Blau Kamperlings verantwortlich.

Leider konnte KG-Vorsitzender Heiko Päplow wegen einer Grippe nicht dabei sein. Er wurde allerdings nicht nur vom Präsidenten, Günter Vida, der das seit gefühlten 50 Jahren macht, gut vertreten. Denn die eigene Garde, die Show der Blue Angels oder die bärtigen Ballerinen im Männerballett „Schneeflocken Reloaded“ legten sich mächtig ins Zeug.

Auch die Jüngsten der Kamperlings, elf Mädels im Alter von vier bis acht Jahren, wirbelten auf der Bühne als „Piranhas“ herum. Mittendrin begeisterte die erst sechsjährige Elise, ein bemerkenswert bewegliches Nachwuchs-Tanzmariechen.

Selbst Stadtprinz Peter (Larry) Wolters konnte sich da nach seiner etwa fünfstündigen Gartenarbeit mit seiner Gitti etwas erholen. Die beiden Tollitäten kamen mit großem Gefolge ins Kolpinghaus. Darunter die Prinzengarde, die sich zum bayrischen Draufgänger-Schlager „Cordula Grün“ bewegte. „Gleich wird es sogar zu einem Battle kommen“, kündigte schon einmal Präsident Vida an. Denn etwa drei Stunden später tanzte sich bei der charmanten Ansage von Mariechen Anja Tiedt das eigene Männerballett von Weiß & Blau Kamperlings, unter anderem mit Vertretern der „Narrenzunft“ und Günter Vida im bayrischen Outfit, ebenfalls durch diesen Schlager. Besonders sexy sah im Dirndl Cordula alias Achim Bölzl aus. Das Ballett kam an zwei Zugaben nicht vorbei.

Das in der Mehrzahl kostümierte Publikum ging bei diesem Programm begeistert mit. Alle staunten nicht schlecht, als die Mariechen der starken Funkengarde Erkelenz von den starken Männern fast bis zur Decke des Kolpinghauses geworfen wurden.

Puppenspieler Tim Becker aus Essen blieb mit seinen Figuren dagegen lieber bodenständig. Er hatte diesmal einen sprechenden Donut, ein Pony und den nicht so gut gelaunten Hasen „K. Ninchen“ mitgebracht, der sich dann auch frech über den einen oder anderen aus dem Publikum lustig machte.

Es ging Schlag auf Schlag, es wurde gebützt, kräftig geschunkelt, gelacht und getanzt. Großartige Stimmungssänger waren unter anderem „Jeck United“ oder die „Röbedeuker“, was so viel wie Rübenteufelchen heißt. Der Trompeten-Mann HaPe Jonen oder das Würseler Duo „Firlefanz“ durften da nicht fehlen.

 Bei und nach der stimmungsvollen Sitzung spielte noch die Haus- und Partyband mit Sängerin Alexandra. Die Band hatte auch einen kleinen Fanclub dabei. Männer und Frauen, ein Freundeskreis aus Kempen, hatten eine ganze Tischreihe geordert und waren allesamt als Flamingos verkleidet.