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Weihnachtswald auf der Peterstraße in Kempen

An Wochenenden : Peterstraße hat beim Weihnachtsmarkt in Kempen etwas Besonderes zu bieten

Der Weihnachtswald auf der Peterstraße kommt gut an. Kleine und große Besucher können Märchen hören und Greifvögel bewundern.

Bevor die Mädchen die Geschichte hören, müssen sie erst einmal ihr Fachwissen unter Beweis stellen. Wie heißt das Pferd von Pippi Langstrumpf? Und der Affe? Und ihr Haus? Kleiner Onkel. Herr Nilsson. Villa Kunterbunt. Kinderleicht. Dann kann es auch schon losgehen. Markus „AJ“ Lunau sitzt in dem grünen Sessel, die Kinder auf Strohsäcken vor ihm. Und sie lauschen interessiert der Geschichte von Pippi, Pelle, Bosse und der kleinen Inga. Weihnachten droht für die Kinder auszufallen, und da wird Pippi aktiv.

Markus Lunau, bekannt als der Mann mit dem Hut, ist freier Redner und Moderator, spricht sonst auch auf Hochzeiten, Beerdigungen oder Partys. An den Adventssonntagen hat der Werbering ihn gebucht, um den Kindern Geschichten vorzulesen. Samstags ist er zwischen 13 bis 18 Uhr an der Reihe, sonntags übernimmt Petra Opacak. Verschiedene Geschichten hat er ausgewählt. Gerne liest er auch „Worüber das Christkind lächeln musste“ oder der Weihnachtsbär. „Mir hat die Indianer-Geschichte am besten gefallen“, sagt Lena, die schon alle Erzählungen gehört hat.

Die Geschichte hat Lunau selbst geschrieben und animiert die kleinen Zuhörer zum Mitmachen, wenn der Wind weht, die Indianer schmatzen oder die vielen Tiere rufen.

Es ist eine schöne Stimmung im Weihnachtswald an der Peterstraße. Zwischen den 60 hohen Tannenbäumen ist zwar ein ständiges Kommen und Gehen. Aber vor dem kleinen Stall, in dem zwei Schafe stehen, wo es nach Heu duftet, kann man eine kleine Oase der Ruhe finden. „Das ist wirklich herzlich und liebevoll gemacht“, findet eine Mutter.

Ein Wald mitten in der Stadt. Das sorgt schon für Aufsehen. „Die Bäume sind ein beliebtes Motiv für Selfies“, hat Richard Wefers festgestellt, der am Stand des Mauli’s Glühwein anbietet. Das wird besonders von den Eltern gerne angenommen, während die Kinder den Märchen lauschen.

Auf der anderen Straßenseite bilden sich immer wieder Trauben um den Stand von Gut Heimendahl. Falknerin Carolin Husemann ist mit den beiden Wüstenbussarden Hänsel und Gretel da. Und die Greifvögel ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die beiden eineinhalb Jahre alten Tiere sind völlig entspannt, lassen sich von den kleinen und großen Weihnachtsmarktbesuchern auf den Arm nehmen und fotografieren, während Carolin Husemann von den Lebensgewohnheiten der Vögel erzählt. Auch am nächsten Weihnachtsmarktwochenende wird die Falknerin am Samstag und Sonntag an der Peterstraße stehen, am vierten Adventswochenende nur samstags.