Weihbischof Karl Borsch liest Messe im Vitusdom in Grefrath

Bischof liest Messe in Grefrath : Vitusdom: Begegnung mit Weihbischof Karl Borsch

Zunächst fand eine feierliche Messe statt, anschließend war Gelegenheit zu Gesprächen mit dem Gast aus Aachen.

„Ich freue mich, dass ich hier mit Ihnen im Niersdom die Heilige Messe feiern darf“, sagte der Aachener Weihbischof Karl Borsch zu Beginn des feierlichen Pontifikalamtes in St. Vitus Oedt. Viele Besucher aus allen Grefrather Ortsteilen, fünf  Schützenbruderschaften, Pfadfinder und die Kolpingfamilie, zahlreiche Messdiener sowie der Kirchenchor von St. Vitus unter der Leitung von Organistin Regine Sieben unterstrichen den festlichen Charakter des Gottesdienstes, der im Rahmen der bischöflichen Visitation in der Pfarrei St. Benedikt stattfand. Konzelebranten waren die Pfarrer Johannes Quadflieg und Michael Marx. Nach dem Gottesdienst gab es im Jugendheim Gelegenheit, dem Bischof persönlich zu begegnen. Eine Frauwill ihn fragen, wie er sich gefühlt habe, angesichts der Tatsache, dass die Kirche nicht ganz gefüllt war. „Ich hatte gedacht, ich bekäme keinen Platz mehr,“ sagt sie. So sei es früher jedenfalls gewesen, erinnert sie sich. Ulrich Büssers (65) aus Grefrath gehört  zu den Seniorenmessdienern, ist Kommunionhelfer und Katechet. „Wir hatten ein sehr konstruktives Gespräch mit dem Bischof. Da ging es dann auch um die Frage, wie es mit den Gottesdiensten weitergeht, wenn es immer weniger Priester gibt. Ob dann auch hier in Grefrath Wortgottesdienste von Laien geleitet werden?“ Der Bischof  spricht positiv über seine Eindrücke: „Ich habe viele engagierte Leute kennengelernt.“ Er lobt die Arbeit in den vier katholischen Kindergärten, das sei ein „wichtiges pastorales Feld“. „Ich freue mich, dass die beiden hauptamtlichen Pastöre sowohl in der Grundschule als auch in der Sekundarschule präsent sind.“ In der Liebfrauenschule arbeiteten sowohl die Schulleitung wie das Kollegium daran, das christliche Menschenbild in guter Weise zu vermitteln und vorzuleben.

Bei Gesprächen mit dem Bürgermeister und dem Rat habe er erfahren, dass es immer schwerer werde, Menschen zu finden, die Verantwortung übernähmen. „Das gilt auch für die Gemeinden, die merken, dass immer weniger Menschen bereit sind, sich zu binden.“ Zu Grefrath halte er viele freundschaftliche und familiäre Verbindungen, sagte der Bischof, der aus St. Hubert stammt: Zwei Töchter seiner hier lebenden Kusine seien unter den Messdienern gewesen.

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