Warenbetrug: 15-jähriger Kempener unter Verdacht

Pakete an fiktiven Empfänger : 15-Jähriger unter Betrugsverdacht

 Der Hinweis eines Paketzustellers hat die Polizei auf einen 15-jährigen Kempener gebracht, der im Verdacht steht, Waren im Internet bestellt, aber nicht bezahlt zu haben. Wie die Polizei am Freitag berichtete, lieferte der Zusteller an einem Haus in Kempen Pakete aus, in dem augenscheinlich niemand mehr wohnte.

Der Besteller hatte den Zusteller schriftlich ermächtigt, die Pakete einfach vor das Haus zu legen. „Erste Ermittlungen erhärteten den Verdacht auf einen Warenbetrug“, so Polizeisprecher Wolfgang Goertz. Die Polizei beobachtete das Haus und nahm schließlich den 15-Jährigen vorläufig fest. Bei der Durchsuchung seines Zimmers im Elternhaus stellten Polizeibeamte Beweismaterial sicher. „Erste Auswertungen bestätigten die Vermutung, dass der Schüler sich noch an eine weitere Adresse in Tönisvorst Pakete hatte schicken lassen. Auch diese wurden vor die Haustür gelegt. Außerdem wurden weitere Anschriften in Kempen und Tönisvorst bekannt, die möglicherweise ebenfalls als Lieferanschriften für betrügerische Warenbestellungen benutzt wurden“, so der Polizeisprecher. Der Schüler muss sich nun wegen des Verdachts des Warenkreditbetruges in einer Vielzahl von Fällen mit erheblichem Schadensumfang verantworten.

(rei)
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