Gemeinde Grefrath: Wahl: CDU sieht sich gut aufgestellt

Gemeinde Grefrath : Wahl: CDU sieht sich gut aufgestellt

Auf der Mitgliederversammlung stellte die CDU ihr Leitbild für Grefrath vor. Für die Bürger gibt es eine 20-seitige Wahlbroschüre. Zentrales Thema waren die Finanzen: Die Lage ist brisant, da sind sich alle einig.

Die Grefrather CDU hat bei ihrer Mitgliederversammlung am Montagabend die Weichen für die Kommunalwahl am 25.Mai gestellt. Diskutiert und mit Ergänzungen versehen, aber auch einstimmig verabschiedet wurde das umfassende Leitbild der Christdemokraten für die Gemeinde. Die CDU macht darin deutlich, dass sie seit 1946 in der Niersgemeinde Politik gestalte. Es gebe gute Bedingungen, die man jedoch auch stetig verbessern müsse.

Die Christdemokraten haben Aussagen gemacht zu den Themenfeldern Schule und Kinderbetreuung, zum Gewerbe, zur Verwaltung, zu den Vereinen und dem Brauchtum und zu den Finanzen. Schulische gesehen sei Grefrath gut aufgestellt, ebenso bei der Kinderbetreuung. Bei der Gewerbepolitik fordert die CDU eine klare Zuständigkeit in der Verwaltung. Bernhard Krewet forderte mit Nachdruck ein Immobilenmanagement. Kritik gab es von Fraktionschefin Wilma Hübecker an der Arbeit der Verwaltung bei der Schaffung des neuen Gewerbeparks "Wasserwerk". Die Verwaltung habe es nicht geschafft, rechtzeitig für Telefonanschlüsse zu sorgen. "Das haben dann die Gemeindewerke erledigt", so Hübecker.

Weit ist die CDU bei der Vorbereitung des Wahlkampfs. Der Slogan lautet in Grefrath: "Frisch, knackig, wählbar CDU." Die Plakate sind in Arbeit, ebenso eine rund 20 Seiten dicke Broschüre mit Informationen über die Direktkandidaten und ihre Stellvertreter. Die heiße Phase des Wahlkampfes beginnt am 24. April um 17 Uhr in Oedt, wenn der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer den Turm der Burg Uda besteigt. Der Landtagsabgeordnete Armin Laschet ist am 21. Mai um 18 Uhr im Cyriakushaus zu Gast.

Heinz Panzer und Dieter Dohmessen sprachen sich gegen den möglichen Verkauf des Oedter Rathauses. Panzer: "So etwas macht man nicht und was geschieht dann mit dem Rathauspark?" Vorsitzende Kirsten Peters erwiderte: "Wir müssen nach Alternativen suchen." Wilma Hübecker sah noch freie Kapazitäten für die Verwaltung im neuen Gebäude der Gemeindewerke im Gewerbepark Wasserwerk.

Georg Fasselt unterstrich, wie wichtig es sei, das gute Angebot im Bereich des Sports zu erhalten. Die Bedeutung der Burg Uda und des Oedter Heimatmuseum wurden auf Antrag Dohmessens und Panzers ins Leitbild aufgenommen. Fasselt erinnerte ebenso an die vielfältige Tätigkeit von Ehrenamtlern in den Vereinen. Als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete er den Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Baufirma PH Schmitz an der Lobbericher Straße, wo auch auch eine Sozialstation errichtet werden soll.

Ein zentrales Thema waren die Finanzen, mit denen sich Wilma Hübecker und Christian Kappenhagen im Rahmen der Leitbild-Diskussion beschäftigten. "Die finanzielle Lage ist brisant.Wir wollen und müssen uns damit auseinandersetzen", so Hübecker. Sie erläuterte der Versammlung, dass man in den kommenden Jahren finanziell wenig Spielraum haben werde, und verteidigte die geplante Steueranhebung. "In den letzten Jahrzehnten ist die gewaltige Schuldensumme von knapp 26 Millionen Euro angelaufen", so Christian Kappenhagen.

(mab)
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