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Kempen: Vom Ledereimer zum Atemschutz

Kempen : Vom Ledereimer zum Atemschutz

Kempens Feuerwehr hat eine ehrwürdige Tradition. 1841 wurde in der Stadt die erste systematische Feuerbekämpfung organisiert und 1883 die erste einheitliche Löschmannschaft aufgestellt. 1908 wurde sie neu formiert und ausgerüstet als Freiwillige Feuerwehr. Deshalb feierte die Wehr 1958 ihr 50-jähriges, 1983 ihr 100-jähriges und 2008 ihr 125-jähriges Bestehen. Einige Anmerkungen von Hans Kaiser.

Am Vormittag des 2. März 1945 explodiert beim letzten Luftangriff auf Kempen eine Bombe vor dem Gerätehaus an der Umstraße und zerstört es bis auf die Grundmauern. Aber die Fahrzeuge bleiben bis auf eines, das am Nachmittag von einer Panzergranate getroffen wird, heil; am 26. Februar sind sie in Erwartung des amerikanischen Einmarschs von drei Feuerwehrleuten an der Mülhauser Straße bei der Gaststätte Fiekers im Wald versteckt worden. Nach gründlichem Aufräumen erinnert eine einsame Schlauchkarre an der verwüsteten Umstraße an den einstigen Gerätehaus-Standort.

Nach der Zerstörung des Gerätehauses an der Umstraße kommt die Wehr provisorisch in der Eisenmöbelfabrik Arnold unter, dann in einer Baracke des ehemaligen Wehrmacht-Pionierparks an der Kleinbahnstraße. Am 22. Oktober 1950 leitet eine große Schauübung vor der Badeanstalt den Einzug in die neue Feuerwache ein, 1950 an der Stelle der heutigen Orsaystraße neben dem Hohenzollernbad errichtet.

In den 1960er-Jahren wird der Fahrzeugpark erweitert. Im Oktober 1966 verfügt er über (von links) zwei VW-Kombi als Krankenwagen; ein Löschgruppenfahrzeug mit Anhänger; einen VW-Käfer als Kommandowagen; ein Tanklöschfahrzeug; einen VW-Kombi als Ölalarmfahrzeug; eine Drehleiter.

(hk-)