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Viersener Kreisgrüne fordern Investitionen in Strecke des RE 10 in Kempen

Niersexpress : Grüne fordern Investitionen in Strecke des Niersexpress

Die Verbindung des RE 10 zwischen Kleve und Krefeld müsse ausgebaut und elektrifiziert werden, erklären die Grünen aus dem Kreis Viersen. Der Niederrhein benötige kurzfristig Fahrzeuge mit batterie-elektrischem Antrieb.

Seit Jahren sind der Ausbau und die Modernisierung der Schienenverbindung des RE 10 zwischen Kleve und Krefeld ein Thema. Die Verantwortlichen am linken Niederrhein, Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker sowie die Landräte und Bürgermeister aus den Kreisen Kleve und Viersen haben immer wieder beim Bund und beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) darauf gedrängt, dass die in weiten Teilen nur eingleisige Strecke des Niersexpress ein zweites Gleis erhält. Zudem soll die Strecke elektrifiziert werden. Mit der geplanten neuen Regionalbahn (RB) 41, die in den kommenden Jahren eingeführt und dann zwischen Geldern und Neuss verkehren soll, ist zumindest die Modernisierung dieses Streckenabschnitts unabdingbar. Nun haben sich die Grünen aus dem Kreis Viersen in der Sache zu Wort gemeldet.

Es sei offenkundig, dass die RE10-Strecke mit ihrer nur teilelektrifizierten und partiellen Eingleisigkeit zurückgeblieben oder unfertig wirkt, heißt es in einer Stellungnahme. Mit dieser veralteten Infrastruktur inklusive der Stellwerke dürfe man sich nicht wundern, wenn Verspätungen aufeinander aufbauen und Zuverlässigkeit abnimmt. „Wenn man nur an Bahnhöfen überholen kann, dann erklärt sich vieles. So verliert man nur Pendler, Reisende oder Pilger an den Autoverkehr. Verkehrswende geht anders“, sagt der Verkehrsexperte der Kreisgrünen, Reiner Neuß.

Mögliche Investitionen in Strecke, Bahnübergänge und Verkehrsstationen in dreistelliger Millionenhöhe in den kommenden zehn Jahren sowie eine mögliche Erneuerung von Stellwerken und Bahnübergängen zwischen Kleve und Krefeld bedeuteten letztlich nur, überfällige Renovierungsarbeiten für einen reibungsloseren Ablauf auf einer eingleisigen Strecke endlich anzupacken.

Der Niederrhein benötige kurzfristig Fahrzeuge mit batterie-elektrischem Antrieb (BEMU) mit einer Nachladestation in Kleve, mittelfristig eine durchgehende Zweigleisigkeit der Strecke mit Elektrifizierung und langfristig Verbindungen in die Niederlande nach Nijmegen und nach Venlo, fordern die Grünen. Nur so könne der RE 10 („Niersexpress“) zuverlässig und zügig Pendler in Richtung Düsseldorf und Niederrhein im 30-Minuten-Takt bedienen, meint David Krystof aus der Kreistagsfraktion der Grünen in Kleve.

Die künftige Regionalbahn RB 41 sei „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, weil sie nur zwischen Neuss und Geldern verkehre und lediglich ein zusätzlicher Haltepunkt in Krefeld dazukomme. Die Grünen fordern weitere Haltepunkte etwa in Tönisvorst-Benrad.