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Viersen: Erzieherin soll Kita-Kind getötet haben - Vorfall in Kempen war Unfall

25-Jährige unter Mordverdacht : Vorfall in Kempen war ein Unfall – keine Vorkommnisse mit Erzieherin

Mit der Erzieherin einer Kita in Viersen hat es an ihrer früheren Arbeitsstelle keine Vorkommnisse gegeben. Die 25-Jährige steht unter Mordverdacht. Bereits am Montag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass ihnen keine Hinweise auf frühere Übergriffe vorlägen.

Update vom 29. Mai 2020: Die Stadt Kempen hat inzwischen eingeräumt, dass es vier Vorfälle in einer Kita gab, in der die inzwischen unter Mordverdacht stehende Erzieherin gearbeitet hatte. Zuvor hatte die Stadt einen entsprechenden Bericht unserer Redaktion noch dementiert. Ein Sprecher begründete dies am Donnerstag mit einem Auskunftsverbot durch die Staatsanwaltschaft.

Die 25 Jahre alte Erzieherin, die im Verdacht steht, in Viersen ein dreijähriges Mädchen ermordet zu haben, war bis zum 31. Juli 2019 in einer städtischen Kindertagesstätte in Kempen beschäftigt. Hier ist es zu einem Unfall mit einem Jungen gekommen, der aufgrund einer Erkrankung einen Ohnmachtsanfall erlitten hatte und im Krankenhaus behandelt werden musste. Ein Fremdverschulden kann nach Informationen unserer Redaktion ausgeschlossen werden.

Die Stadt Kempen teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass es gegen die jetzt unter Mordverdacht stehende Erzieherin keine Ermittlungen gab. „Während ihrer Beschäftigungszeit gab es zu keinem Zeitpunkt einen Anlass dafür, interne städtische Untersuchungen gegen die Erzieherin einzuleiten“, so ein Stadtsprecher. Ihr Anstellungsvertrag war auf ein Jahr befristet und wurde nicht verlängert.

Zu Hintergründen der Tat der 25-Jährigen in Viersen gab es am Dienstag keine neuen Erkenntnisse. Die Ermittlungen dauern an. Staatsanwaltschaft und Polizei wollen sich in den nächsten Tagen näher zu dem Fall äußern.