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Vier Millionen Euro Zuschuss für Eisstadion in Grefrath

Grefrath : Millionenzuschuss für das Eisstadion

Die beiden Bundstagsabgeordneten aus dem Kreis überbrachten am Mittwoch die frohe Botschaft. Die Sanierung des Eissportzentrums wird mit knapp vier Millionen Euro gefördert. Tönisvorst bekommt 911.000 Euro für das Hallenbad.

Die Sanierung des Grefrather Eissportzentrums ist mit fast vier Millionen Euro an Bundesmitteln abgesichert. Das teilen die Kreis Viersener Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer (CDU) und Udo Schiefner (SPD) mit. Ganz genau sind es 3,849 Millionen, die der Niersgemeinde aus dem Topf „Sanierung kommunaler Einrichtungem“ zur Verfügung stehen. Damit hat der Haushaltsausschuss des Bundestags dem Grefrather Antrag entsprochen.

„Unser Einsatz hat sich ausgezahlt“, freut sich Schiefner. Er hatte im Juni 2017 das Eisstadion besichtigt und gegenüber Geschäftsführer Bernd Schoenmackers und Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz angeregt, beim Bund einen Antrag auf Förderung zu stellen. 2018 habe er die Grefrather auf die Antragsfristen und Formalitäten aufmerksam gemacht. Er, Schiefner, habe in der Folge den Prozess in der Hauptstadt begleitet. „Wir sind im engen Kontakt, und die Verantwortlichen in Grefrath haben die Anträge schnell und professionell auf den Weg gebracht, sobald die Ausschreibung vorlag“, sagt Schiefner. Auch Schummer war zu Gast im Eisstadion, gemeinsam mit Eberhard Ginger, dem sportpolititischen Sprecher der CDU-Fraktion.

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Bei dem Ortstermin im Juni 2017 hatte Schiefner betont, dass das Eissportzentrum eine „großartige Einrichtung“ sei. So auch Schummer: „Das Eisstadion ist Anlaufpunkt für Familien aus der gesamten Region und über deren Grenzen hinaus.“ Die Verantwortlichen in der Niersgemeinde zeigten sich damals stolz darüber, dass man die Kosten für den laufenden Betrieb selber erwirtschafte. Sorgenfalten hingegen bildeten sich bei der Frage nach Investitionen für die Instandhaltung der Anlage.

Voraussetzung für eine Förderung aus dem Bundeshaushalt ist, wie bei solchen Programmen üblich, ein Eigenanteil der Kommune. Im Fall Grefraths liegt der bei etwas unter 430.000 Euro, für die Sanierung des Hallenbads muss Tönisvorst etwa 100.000 Euro bereitstellen.

Bürgermeister Manfred Lommetz wies bei dem Besuch Schiefners auf die Bedeutung des Eisstadions hin, das allerdings aus einer Zeit stamme, in der es der Gemeinde finanziell deutlich besser ging. Heute können die Gemeinde die notwendigen Investitionen nicht mehr alleine stemmen. Schummer

Im EisSport & EventPark herrschte nach Bekanntgabe der guten Nachricht natürlich beste Laune. „Dieser Zuschuss erleichtert uns vieles“, sagte ein sehr erfreuter Geschäftsführer Bernd Schoenmackers. Der Einsatz um die Bewilligung der Fördermittel habe sich in vollem Umfang gelohnt. Der nach Berlin eingereichte Antrag umfasst fast 40 Einzelmaßnahmen, die mit dem Geld angegangen werden sollen. Alle Posten wurden detailliert beschrieben, damit die „Entscheider“ in der Bundeshauptstadt alles nachvollziehen können. Unter anderem geht es um die Fassadensanierung, die Holzfenster, einige Dächer und um die Lüftung. Den offiziellen Antrag auf Förderung hat die Gemeinde gestellt.

Es war ein (nicht nur im eigentlichen Wortsinn) heißer Sommer, als die Gemeindeverwaltung und die Verantwortlichen im Eissportzentrum von den Fristen erfuhren, die beim Antrag zu beachten sind. „Das war ganz schön knapp, alles musste schnell ausgearbeitet werden“, erinnert sich Schoenmackers. Er und der damalige Kämmerer Wolfgang Rive hätten das Tagesgeschäft liegen gelassen und sich nur um den Antrag auf Bundesmittel beschäftigt. Man war ziemlich irritiert, als die Frist verlängert wurde – als Grefrath seinen Antrag bereits eingereicht hatte. Bei noch mehr Bewerbern sinken unsere Chancen, dachte man sich naturgemäß. Umso größer war die Freude, dass es am Ende doch noch geklappt hat.

Bürgermeister Manfred Lommetz war angenehm überrascht, als er von dem hohen Zuschuss des Bundes erfuhr. Mit einer solchen Summe habe er nicht gerechnet. „Das bringt uns sehr weiter“, sagte er. Sein besonderes Lob gehörte den beteiligten Mitarbeitern der Verwaltung: „Sie haben unter großem zeitlichen Druck maximale Leistung gezeigt.“ Der Dank des Bürgermeisters galt auch allen, die sich im politischen Raum für Grefrath als Empfänger von Zuschüssen eingesetzt haben.