Unterschriften gegen Schließungspläne für Sparkassenfiliale Tönisberg übergeben

Unterschriftenaktion : Initiative übergibt Unterschriften gegen Sparkassen-Schließung

(mv) In Tönisberg hat sich eine Initiative von Bürgern und Sparkassenkunden gebildet, die gegen die geplante Schließung der Filiale des Geldinstituts in dem Kempener Stadtteil kämpft. Mitinitiator ist neben Ben Burchard vom örtlichen Heimatverein, Tönisberger Geschäftsleuten und Privatpersonen vor allem Rainer Slavik, der in den vergangenen Wochen weit mehr als 200 Unterschriften enttäuschter Bankkunden gesammelt hat.

Sie alle protestieren gegen den Wegfall ihrer Filiale am Helmeskamp. Die Schließung ist für das kommende Frühjahr von der Sparkasse Krefeld-Kreis Viersen geplant.

Jetzt übergab Rainer Slavik in Krefeld die Unterschriftenliste zusammen mit Peter Raulf vom Heimatverein und Bernd Fröchtenicht, dem CDU-Stadtverordneten für Tönisberg, an Harald Schulze von der Sparkasse. Nicht nur für ältere Menschen in Tönisberg, die nicht mehr so mobil sind, bedeutet die Schließung einen herben Verlust, denn die Busverbindungen zu anderen Filialen, etwa in St. Hubert, Hüls oder Neukirchen-Vluyn lassen zu wünschen übrig.

Schließlich ist die Sparkasse im Bergdorf für viele Kunden auch ein Ort des Austauschs und der Information, waren doch die langjährigen Mitarbeiter wie etwa der frühere Filialleiter Minten oder Ferdinand Jansen nicht wenigen Kunden und auch dem Dorfgeschehen freundschaftlich verbunden. Für den 1. März 2020 ist die Schließung vorgesehen, es wird dort nicht einmal mehr einen Geldautomaten geben. Angedacht ist nach Angaben der Sparkasse, dass ein behindertengerechter Bus einmal wöchentlich Station in Tönisberg macht, um den Kunden die Erledigung ihrer Bankgeschäfte zu ermöglichen.

Die Argumente gegen die Schließung, die vielfältig vorgetragen wurden, zogen nicht. Knappes Fazit der Vertreter der Bürgerinitiative: Die Entscheidung ist leider gefallen. Die Volksbank Krefeld hatte den Service ihrer Filiale in Tönisberg ebenfalls zurückgefahren. Ende 2017 wurde dort das Personal abgezogen. Seither gibt es dort nur noch Selbstbedienungsautomaten. Versuche aus der Politik, die Sparkassen-Schließung abzuwenden, schlugen – wie andernorts im Kreis Viersen – fehl.

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