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Umfrage am Luise-von-Duesberg-Gymnasium in Kempen zeigt: Distanzunterricht läuft gut

Gymnasium in Kempen : Umfrage zeigt: Distanzunterricht am LvD läuft gut

Wie läuft der Online-Unterricht? Das Luise-von-Duesberg Gymnasium in Kempen wollte es wissen und startete eine Umfrage bei Schülern, Lehrern und Eltern.

Am Luise-von-Duesberg-Gymnasium wird der Distanzunterricht mit großer Zufriedenheit angenommen. Mit einer Umfrage bei Schülern, Lehrern und Eltern wollte das Kempener Gymnasium wissen, wie es um das Lernen auf Distanz bestellt ist.

Fragen zur Zufriedenheit mit der Umsetzung des Distanzunterrichtes als auch der Einschätzung des Lernerfolges wurden genauso gestellt wie nach der Häufigkeit technischer Probleme. Wobei bei dieser Fragestellung die Programme Office/Teams besser abschnitten als das ebenfalls genutzte Moodle. Darin waren sich Schüler wie Lehrer einig. Einigkeit herrscht auch bei der Rangfolge der Methoden beim Distanzlernen. Der Videochat liegt mit großem Vorsprung vor dem Audio-/ Schreibchat.

Wie wichtig den Angeschriebenen die Umfrage ist, zeigt sich an der Beteiligung. Um 10 Uhr am Montagmorgen schickte Schulleiter Benedikt Waerder die Umfrage per E-Mail raus. „Als ich eine halbe Stunde später nachschaute, hatte ich schon eine Rückmeldung von 26 Eltern“, berichtet Waerder. Insgesamt gingen allein an den ersten drei Tagen 552 Antworten ein. Bei den Eltern und Schülern liegt die Beteiligung bis jetzt bei 40 Prozent. Mit 60 Prozent ist die Rückmeldung bei den Lehrern noch höher.

Insgesamt besuchen 636 Schüler das LvD. Unterrichtet werden sie von knapp 70 Lehrern. Schon beim ersten Lockdown entschloss sich das LvD zu einer solchen Umfrage. „Ziel ist die Verbesserung. Nur wenn wir wissen, was gut läuft und wo es hakt, können wir agieren und verbessern“, betont Waerder. Die vor rund anderthalb Jahren eingeführte Möglichkeit der Sammelmail an Eltern bietet die Voraussetzungen, auch die Erziehungsberechtigten einzubeziehen.

Die Fragen können die Angeschriebenen mit Auswahlantworten beantworten. Das Praktische: Bei der Auswertung gibt es eine grafische Darstellung dazu. Eine Verbesserung, basierend auf der Auswertung der ersten Umfrage zum Umgang mit den Arbeitsblättern schlug sich in der zweiten Umfrage nieder. Alle drei Umfragegruppen sprechen in der Mehrheit von einem deutlich geringeren Aufwand für das Ausdrucken von Arbeitsblättern im Vergleich zum Frühjahr.

Was den Lernerfolg betrifft, ergab die Umfrage, dass dieser in der Oberstufe größer ist. „Je älter die Schüler, desto höher wird der Lernerfolg eingestuft, sowohl von den Schülern als auch von Lehrern und Eltern“, sagt Waerder. Dass der Online-Unterricht für alle eine höhere Belastung darstellt, darin waren sich alle ebenfalls einig. „Das ist zum Beispiel ein Punkt, der in die Schulleitungsbesprechung einfließen wird. Hier müssen wir gemeinsam überlegen, wie wir optimieren können“, sagt Waerder.

Wichtig ist es dem LvD, den Kontakt zu allen Schülern zu alten. Alle sind sich der Eigenverantwortung bewusst, die das Lernen auf Distanz mit sich bringt. Die Schüler arbeiteten gut mit und seien engagiert, lobt Waerder. Sollte sich ein Schüler zurückziehen, werden Einzelchats angeboten, um über Probleme zu sprechen.

Damit kein Schüler durch das Netz fällt, wurde das digitale Klassenbuch für die Stufen fünf bis neun eingerichtet. Es begleitet jede Klasse wie ein normales Klassenbuch. Wenn Schüler in Stunden fehlen, wird dies genauso eingetragen wie die Methode, die der jeweilige Lehrer online angewendet hat.

Waerder hofft, wenn es wirklich zu einem Hybridunterricht kommt und Lehrer sowie Schülerkleingruppen wieder in die Schule kommen, dass die technischen Voraussetzungen seitens des Schulträgers endlich optimiert werden, damit Videochats in Menge auch am LvD möglich sind. Derzeit arbeiten alle Lehrer von daheim, und auch Zeugniskonferenzen sowie weitere Besprechungen laufen online.