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Udo Schiefner spricht bei der Hauptversammlung der Awo in Kempen

Hauptversammlung der Arbeiterwohlfahrt in Kempen : Schiefner - „Ich schäme mich für Gerhard Schröder“

Bei der Jahreshauptversammlung der Kempener Arbeiterwohlfahrt fand der Kempener SPD-Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner deutliche Worte.

Das war eine ganz besondere Jahreshauptversammlung, die die Kempener Arbeiterwohlfahrt (Awo) jetzt abhielt: Sie stand im Zeichen der Corona-Pandemie und auch des Krieges in der Ukraine. Vor einem dicht gefüllten Saal im Awo-Treff warfen die beiden Vorsitzenden Günter Gomon und Friedel Nusselein-Heynen einen Rückblick gleich auf zwei Jahre, denn wegen der Pandemie-Beschränkungen hatte 2021 keine Versammlung stattfinden können. Erst im Frühjahr 2021 nahm die Awo wieder vorsichtig ihr beliebtes Frühstück auf. Im Sommer führte sie immerhin einen Zoobesuch in Krefeld durch, ein Grillfest und einen Ausflug zum Grefrather Freilichtmuseum Dorenburg. Auch das Weihnachtsfest 2021 fand corona-gerecht ohne Lieder und Gedichtvorträge statt, aber mit Live-Begleitmusik durch Arne Gronow.

Die Neuwahlen zum Vorstand zeigten die enge Verbundenheit der Awo-Familie mit ihrem Leitungsteam: Einstimmig wurde Günter Gomon erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt, Friedel Nusselein zum zweiten. Zur Kassiererin wählte die Versammlung Ute Kothen, zum Schriftführer Arne Gronow, zu Beisitzern Elvira Ramb, Hannelore Gronow, Klaus Helbig, Hellmut Kauffmann und Jutta Rudorf.

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Statements von zwei Gästen bildeten einen bemerkenswerten Schlusspunkt. Der Kempener SPD-Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner begrüßte es, dass der Awo-Bundesvorstand Altbundeskanzler Gerhard Schröder den Friedenspreis, den er ihm 2005 verliehen hatte, angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine wieder aberkannt hat: „Ich habe mich früher für Gerhard Schröder sehr engagiert; jetzt schäme ich mich für ihn, weil er keine klare Position bezieht und sein Fehlverhalten nicht einsieht.“ Kempens SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Gareißen kommentierte die aktuelle Politik in der Stadt: „Der neue Bürgermeister Christoph Dellmans hat es zurzeit angesichts der vielen Herausforderungen nicht leicht, aber er macht einen guten Job. Viele Projekte, die in den letzten Jahren liegen geblieben sind, werden jetzt angegangen.“

(hk)