Turmwindmühle in Kempen bekommt im Mai neue Flügel

Kempen : Mühle bekommt im Mai neue Flügel

Das Sturmtief „Thomas“ hatten am Altweibertag 2017 nicht nur dafür gesorgt, dass der Rosenmontagszug in Kempen kurzfristig aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, die stürmischen Böen hatten zudem einen der vier Flügel der Turmwindmühle am Hessenring in der Kempener Innenstadt aus der Verankerung gerissen.

Wenige Tage später ließ die Stadt alle vier Ausleger sicherheitshalber abnehmen. Das Holz war morsch. Im Mai nun sollen vier neue Ausleger montiert werden. Das teilte Hochbauamtsleiter Christian von Oppenkowski im Bauauschuss mit.

Das neue Flügelwerk besteht aus Stahl, soll nicht nur stabiler bei hohen Windgeschwindigkeiten, sondern auch langlebiger als die alte Holzkonstruktion sein. Eine Fachfirma hatte der Stadt die Stahlvariante empfohlen. Eine historische Aufnahme der Windmühle um 1910 deutet darauf hin, dass es früher schon einmal eine Flügel-Konstruktion aus Stahl gegeben hat. Eine Spezialfirma aus den Niederlanden baut derzeit die neuen Ausleger. Wie Amtsleiter von Oppenkowski weiter mitteilte, werden die vier Flügel mit zwei Autokränen an das Kopfteil der unter Denkmalschutz stehenden Turmwindmühle gehoben. Dort werden sie dann montiert.

Auch für die in leichte Schieflage geratene Kastenbockwindmühle in Tönisberg zeichnet sich Besserung ab. Die Stadt hatte einen Statiker mit einer Untersuchung beauftragt. Messungen hatten ergeben, dass sich der Mühlenaufbau um 23 bis 28 Zentimeter geneigt hat. Die Stadt ließ den Aufbau Ende 2018 stabilisieren. Allerdings muss die Unterkonstruktion, der so genannte Bock, komplett erneuert werden. Der Statiker hat indes grünes Licht gegeben für Führungen in der Mühle, die der Tönisberger Heimatverein seit der Sperrung des Bauwerks nicht mehr anbieten konnte. Sie sind bald wieder möglich.

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