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Trainingscamp auf der Beachvolleyball-Anlage in Kempen

SV Thomasstadt : Beachvolleyball – Trendsport auch in Kempen

Sommerfeeling pur vermittelt die Kempener Beach-Arena vom SV Thomasstadt. Ein voller Erfolg war jetzt das erste Camp in dieser Trendsportart mit Übernachtung im Sportpark an der Berliner Allee.

Glitzernder Sand, blauer Himmel, wärmende Sonne, Musik, Lachen, Liegestühle unter Sonnenschirmen sowie -segeln und das immer wiederkehrende Geräusch, wenn ein Ball auf Unterarme aufschlägt und mit Schwung über das Netz gespielt wird; bestimmen das Bild an der Beach-Arena vom SV Thomasstadt Kempen. Es ist eigentlich nur das Meeresrauschen, das fehlt, dann wäre die Szenerie perfekt. „Unsere Beachvolleyball-Anlage ist schon super geworden und sucht ihresgleichen im Kreis Viersen“, meint Lars Mülders, Beachvolleyballwart von Thomasstadt, Vorsitzender des Kempener Turnvereins und leidenschaftlicher Beachvolleyball-Spieler.

Ein einwöchiges Beachvolleyball-Camp vom SV Thomasstadt ist gerade beendet worden. 25 Spieler im Alter von zehn bis 18 Jahren trainierten in den Ferien mit den insgesamt sechs Trainern. Wobei das ausgebuchte Camp eine Premiere war, denn zum ersten Mal fand es mit Übernachtung auf dem Gelände im Sportpark an der Berliner Allee in Kempen statt. Im vergangenen Jahr, als die Beachvolleyball-Anlage gerade erst eröffnet war, gab es zwar auch schon ein solches Trainingslager, aber das fand nur tagsüber statt. So standen diesmal mehrere Zelte um das Strandhaus mit seiner Terrasse verteilt und verstärkten den Eindruck von Strandurlaub in Kempen. „Wenn wir hier abends auf der Terrasse saßen, blickten wir über die Spielfelder genau in den Sonnenuntergang. Das war schon ein besonderes Feeling“, schwärmt Mülders.

Generell kennzeichnet eine besonders familiäre Atmosphäre die Beachvolleyball-Abteilung von Thomasstadt. Man komme hier nicht nur zu den Trainingszeiten zusammen, sondern treffe sich für ein gemeinsames lockeres Spiel mit gemütlichem Beisammensein bei einem Getränk, quatsche und genieße das Ambiente, das immer ein wenig an Urlaub erinnere, erzählt der Kempener.

Mülders freut sich über die gute Annahme der Anlage, die seit einem Jahr in Betrieb ist. 37 Mitglieder gehören bereits der Beachvolleyball-Abteilung an, Tendenz steigend. Montags, mittwochs und freitags wird ab 19 Uhr trainiert. Dazu kommt der Sonntag, an dem ab 11 Uhr Beachvolleyball gespielt werden kann. Es gibt Trainings- und Spielangebote sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.

Beachvolleyball ist eine Sportart für jedes Alter. Der weiche Sandboden ermöglicht es auch Menschen mit Gelenkproblemen, sich sportlich zu betätigen. In der Anlage im Sportpark an der Berliner Allee liegen 430 Tonnen Spezialsand, der sogar zertifiziert ist. Er ist nämlich nicht scharfkantig, zu 100 Prozent lehmfrei und staubt nicht. Selbst bei 40 Grad Außentemperatur kann auf der Fläche problemlos barfuß gespielt werden, weil sich der Sand nicht so sehr erhitzt. Die drei Pfosten, die die in der Höhe verschiebbaren Netze halten, können bei Bedarf ausgeklinkt werden. Dann entsteht eine einzige große Fläche für Beachhandball und -fußball.

Was für die Spieler unsichtbar ist, ist das ausgeklügelte Drainagesystem unter dem Sandboden. In vier Meter Tiefe unter dem Feld befinden sich zwei Behälter für den Wasserabfluss. Darauf liegen 139 Tonnen Kies sowie ein Spezialflies, das Wasser durchlässt und gleichzeitig verhindert, dass Erde hochkommt und den Sand von unten verunreinigt.

Bei den eigentlichen Erdarbeiten half ein Tiefbauunternehmen, aber Kies und Sand schaufelte ein Team rund um die Familie Mülders. „Ich habe sämtliche Leute zum Helfen angesprochen und viele engagierte Mitstreiter gefunden. Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz hätten wir den Platz nicht realisieren können“, sagt Mülders, der die Idee zu dem gesamten Projekt hatte. Mehr als 3000 Stunden ehrenamtlichem Engagement von einem 25-köpfigen Team stecken in der Beachvolleyballanlage.

Mit Hilfe von Sponsoren konnte das Strandhaus angeschafft werden. Mülders beschaffte noch einen kostenlosen Lichtmast für die Anlage, der nach der Erteilung entsprechender Genehmigungen aufgebaut werden durfte. So kann der Volleyball auch am Abend übers Netz fliegen.