Stadt Kempen: Tönisberger Kegelbrüder feiern: Seit 90 Jahren "Fidele Jungens"

Stadt Kempen: Tönisberger Kegelbrüder feiern: Seit 90 Jahren "Fidele Jungens"

Mit 90 Jahren hat man den Ruhestand verdient. Aber die "Fidelen Jungens 1928" sind noch recht fit und gut drauf, von Ruhestand keine Spur. Und so wurde fast auf den Tag genau das Jubiläum zum 90-jährigen Bestehen ihres Kegelclubs gefeiert. Gegründet wurde der Verein durch eine fidele Stammtischrunde. Viele bekannte Tönisberger Namen findet man in der alten Chronik als Gründerväter. Da es in Tönisberg noch keine eigene Kegelbahn gab, musste man bei Boyen (heute Lamershof) einkehren. Seit 1975 bis heute rollt jedoch in der Gaststätte Sitterz/Hütter die Kugel.Streng waren vor 90 Jahren die Regeln und niedrig der Beitrag. Die alte Chronik verrät: Wer zweimal unentschuldigt fehlte, musste den Club verlassen und der Monatsbeitrag, der damals erhoben wurde, betrug 0,50 Pfennig. Genau geregelt waren auch die Zeiten: Begonnen wurde um 8 Uhr abends und das Ende war mit 11 Uhr 30 festgeschrieben. Heute kegeln noch neun Aktive im Alter zwischen 55 und 85 Jahren. Veranstaltungen, wie etwa das Preiskegeln, das noch zum 65-jährigen Jubiläum stattgefunden hat, sind heute rar geworden.

Aber alle zwei Jahre geht es auf eine größere Tour. Zum diesjährigen Jubiläum geht es für die Kegelbrüder auf eine Fünf-Tage-Flussfahrt auf der Donau. Beim gemeinsamen Festessen waren auch ehemalige Mitglieder dabei, die aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr sportlich tätig sein können, dem Club aber noch verbunden sind. Die anschließende Hauptversammlung und das Jahreskegeln, bei dem der Jahreskönig ermittelt wurde, musste verschoben werden, weil in gemütlicher Runde mit alten Dönekes und Geschichten die Zeit im Fluge verging, und ehe man sich versah, war es zu spät für sportliche Aktivitäten. Und was wünscht man in Keglerkreisen für die Zukunft: Klar, gut Holz!

(VM01)