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Tipp der Woche: Schwingbodenpark in Grefrath

Tipp der Woche : Ein Spaziergang durch den Schwingbodenpark

Einen Ausflug machen ohne Eintrittsgelder und doch mit jeder Menge Spaß für die ganze Familie — der rund 73.000 Quadratmeter große Schwingbodenpark in Grefrath macht’s möglich.

Ein Meer von Schneeglöckchen leuchtet unter den Bäumen hervor. Krokusse schieben neugierig ihre Köpfe aus dem Grün, und die ersten Osterglocken sind ebenfalls schon zu sehen: Im Schwingbodenpark in Grefrath lassen die Frühjahrsboten grüßen.

Ein schöner Anblick, aber der zentrumsnah gelegene Park bietet noch viel mehr. Kinderaugen strahlen spätestens beim Anblick der vielschichtigen Spiellandschaften. Die Mutigen können eine mehrere Meter lange Strecke mit der Seilbahn zurücklegen oder an dem ausgefallenen Kletterturm ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Bewegung und Spaß bietet das große Klettergerüst mit seinen Türmen, Wackelbrücken, Rutschen und der Kletterwand. Wer nicht so hoch hinauswill, kann die direkt über dem Boden verlaufende Wackelbrücke nehmen, und die Rutsche am Erdhügel ist den nicht so kletterfreudigen und den jüngeren Besuchern sicher sympathischer. Wobei der Erdhügel aber noch viel interessanter ist. Hier gibt es nämlich auch einen Tunnel, und eine der beiden Sprechblumen lädt zur Kommunikation ein. Das Gegenstück befindet sich am Bug des Holzschiffes mit Mastkorb, den es per Seilwand zu erobern gilt.

Ob Wipptiere für die Kleinsten oder die Brettvariante für die größeren Kinder, die klassische Wippe oder das Drehkarussell – alles ist vertreten. Daneben gibt es Schaukeln: eine Nestschaukel ebenso wie eine Reifenvariante und klassische Schaukeln mit Rückenlehne. Der Clou aber ist die Mutter-Kind-Schaukel. Einem gesicherten Sitz ist eine weitere Schaukelbank vorgelagert, so dass gemeinsam aber doch im eigenen Sitz geschaukelt werden kann.

Bänke sind reichlich vorhanden, darunter auch Sitzgruppen, an denen im Sommer ein Picknick veranstaltet werden kann. Der lange Barfußpfad ist indes ebenfalls etwas für die Sommermonate wie auch das Wassertretbecken.

Der rund 73.000 Quadratmeter große Schwingbodenpark wurde im Rahmen der Landesgartenschau 1970 angelegt. Besucher finden dort heute neben den Spiellandschaften großzügige Wiesenflächen, einen Staudengarten, Blumenrabatte und einen 2004 neu angelegten Rosengarten. Dazu gibt es einen Teich mit begehbarer Mittelinsel. Über große runde Steine kann sie von zwei Seiten betreten werden. Nicht mehr betretbar ist hingegen der Aussichtsturm. Das hohe Stahlgerüst ist dennoch ein gigantischer Anblick und ragt wie ein modernes Kunstwerk über den Park hinaus.

Beim Bummel durch den Park kann der Besucher sogar in Kontakt mit einem Löwen treten. Allerdings ist der aus Stein, und seine Nase hat schon ein wenig gelitten. Nichtsdestotrotz ist die liegende Skulptur ein Hingucker, wenn man in den schmalen Weg unter den Bäumen einbiegt. Alles im allem lohnt sich ein Ausflug in den Schwingbodenpark. Kinder kommen dank der vielen Spielgeräte ebenso auf ihre Kosten.