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Stadt Kempen: Thomaeum: Schüler machen Musik und jede Menge Theater

Stadt Kempen : Thomaeum: Schüler machen Musik und jede Menge Theater

Das erweiterte musische Profil am Kempener Gymnasium kommt gut an. Eine Vielzahl von Schülern nutzt die Angebote. Auch die Besucher wissen die Aufführungen zu schätzen.

Der musische Bereich spielt seit Jahren neben den naturwissenschaftlichen und den sprachlichen Schwerpunkten am Gymnasium Thomaeum in Kempen eine bedeutende Rolle. Dieser hohe Stellenwert von Musik, Theater und Literatur ist im laufenden Schuljahr 2016/2017 weiter aufgewertet worden. "Wir haben das musische Profil ausgebaut", erklärt Schulleiterin Agnes Regh. Für die fünften und sechsten Klassen richtete das Gymnasium eine spezielle Chorklasse ein. Es handelt sich um einen zusätzlichen freiwilligen Neigungskursus, der mit einer Stunde pro Woche nach dem Regelunterricht angeboten wird. 29 Kinder der knapp 190 Schüler in den beiden Stufen nutzen das Angebot.

"Wir sind sehr zufrieden mit der Nachfrage und planen, im neuen Schuljahr den Start einer zweiten Gruppe", sagt Studienrat David Nethen, am Gymnasium der Ansprechpartner für den musisch-künstlerisch-literarischen Bereich. Ein großes Ziel des Gymnasiums ist es, einen Mittelstufenchor aufzubauen.

Nachdem Brigitte Nienhaus im Jahr 1996 die Theater AG ins Leben gerufen hatte, erweiterte das Gymnasium sein musisches Bildungsangebot kontinuierlich. Es folgten Literaturkurse mit dem Schwerpunkt Theaterpädagogik. Chor und Musical AG kamen dazu und das schon seit Jahrzehnten bestehende Schulorchester wurde ausgebaut. Weit mehr als 150 Gymnasiasten nutzen die Angebote mit Begeisterung.

"Die Schüler lernen nicht nur. Die Teilnahme in den AG dient auch der Persönlichkeitsentwicklung. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass die Gehirnhälften verstärkt vernetzt werden und daher auch Kernfächer von den positiven Auswirkungen profitieren", sagt Direktorin Agnes Regh. Musik- und Kunst-Leistungskurse gehören im Zuge der Kooperation mit dem Luise-von-Duesberg-Gymnasium zum breiten Angebot des Thomaeums.

Dazu kommt eine Erweiterung in der Oberstufe. In der EF können Schüler zwei zusätzliche Kurse - Musik oder Kunst - belegen. In der Q1 konnte schon seit Längerem Literatur als ergänzende Möglichkeit gewählt werden. Wer diesen Literaturkursus in der Q2 allerdings freiwillig weiterführte, musste bislang auf eine Benotung verzichten. Das hat sich nun geändert. Sowohl der Literaturkursus als auch die Teilnahme am Chor oder Orchester werden jetzt notentechnisch bewertet. "Schüler haben sich auch ohne Noten für die Kurse entschieden. Wir möchten dieses Engagement belohnen", sagt Nethen.

Das Thomaeum hat bei der Bezirksregierung zudem einen Antrag auf die Anerkennung des musischen Schwerpunkts gestellt. Zur Aufwertung des musischen Profils plant das Gymnasium einen weiteren Schritt. Im zweiten Schulhalbjahr, das demnächst beginnt, wird ein neuer Kursus für darstellende Kunst in der Oberstufe angeboten. "Wir haben viele begabte Schüler in der Oberstufe und diesen möchten wir einen entsprechende Kursus bieten", so Agnes Regh.

Was ansonsten alles im musischen Bereich des Thomaeums geleistet wird, das erleben die Besucher Jahr für Jahr bei den unterschiedlichen Aufführungen. Für das neue Jahr stehen bereits einige Termine fest. Der Literaturkursus der Q2 bringt "Der Frosch mit der Maske" am 10. Februar um 19.30 Uhr auf die Bühne. Der Literaturkursus der Q1 bereitet die Aufführung des bekannten Theaterstücks "Endstation Sehnsucht" für den 23. Juni um 19.30 Uhr vor. Die Theater AG zeigt "Zero" am 12. Mai um 19.30 Uhr. Die Musical-AG bringt "Big Fish" mit und die Chorklasse präsentiert am 20. Januar um 19 Uhr mit "Hänsel und Gretel" ein Arrangement für Orchester und Chor in der Aula.

(tref)