Stadt Kempen: Thomaeum: Schüler machen eine Reise durch ganz Europa

Stadt Kempen : Thomaeum: Schüler machen eine Reise durch ganz Europa

Europa einmal anders entdecken stand für die Fünftklässler auf dem Programm. Bei einem Europatag durchliefen die Schüler Themenstationen und traten in einem Quiz gegeneinander an.

Die vier bunten Pappkärtchen, auf denen die Buchstaben A, B, C und D zu lesen sind, rufen bei den Fünftklässlern, die gerade die Aula des Gymnasiums Thomaeum betreten haben, fragende Blicke hervor. Auf jedem Stuhl liegen die Kärtchen, die von den Schülern mit Neugierde in die Hand genommen werden. "Die Spielregeln sind ganz einfach. Euch erwarten zwölf Fragen im Multiple-Choice-Verfahren zum Thema Europa. Mit den Karten könnt Ihr bei den kommenden Fragen die entsprechenden Antworten geben. Eurer Spielführer gibt die Antwort weiter, für die sich die meisten in eurer Klasse entschieden haben", informiert Elisabeth Zanders. Wenn man gut an den vorherigen drei Stationen aufgepasst hat, dürften die Fragen kein Problem darstellen, fügt die Lehrerin an, die am Thomaeum das Europaprofil koordiniert. Allgemeines Nicken, dann stellt jede der Klassen einen Spielführer auf. Simon und Isaak von der Technik AG des Gymnasiums lassen Musik anlaufen und auf der großen Leinwand auf der Bühne flammt die erste Frage auf. "Tallinn ist die Hauptstadt welchen Landes?" ist dort zu lesen. Als Antwort A leuchtet Litauen auf. B steht für Lettland, C für Malta und D für Estland. Kaum ist die Antwort D auf der Leinwand zu sehen gehen überall Schülerarme mit dem D-Kärtchen hoch. Maksin, Permilla und Luca, die für ihre Klasse als Spielführer im Einsatz sind, zeigen die D-Karte.

Jede der drei Fünferklassen hat sich damit den ersten Punkt gesichert. Frage folgt auf Frage. Dass alle Schüler vorab gut aufgepasst haben, spiegelt sich bei dem Quiz wider. Der Europatag gehört zum Gymnasium seit 2009 dazu, denn seit diesem Zeitpunkt ist das Thomaeum eine zertifizierte Europaschule. Diesmal lautete das Thema "Eine Reise durch Europa".

Die achten Klassen bereiteten mit ihren Politiklehrern das Thema vor und betreuten die drei Spielstationen vor dem Quiz. Unter anderem hatten sie ein Theaterstück selber geschrieben und einstudiert, das sich mit der Entstehung Europas aus Sicht der griechischen Mythologie beschäftigte. Außerdem mussten die Fünftklässler Wahrzeichen Europas den entsprechenden Städten zuordnen, Flaggen der Länder erkennen und Hauptstädte benennen. "So spielerisch lernen macht viel mehr Spaß und man behält es auch viel besser", meint Nina. Auch Leonie ist von den drei Europastationen begeistert. "Einiges habe ich schon über Europa gewusst, aber es gab auch viel Neues. Ich kannte zum Beispiel die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen nicht", erzählt die Fünftklässlerin. Eine Frage, die auch beim Quiz auftaucht und entsprechend des vorher Gelernten ebenfalls mit Bravour beantwortet wird.

So gibt es auch keinen Klassensieger nach den zwölf Fragen. Das heißt, die Spielführer müssen im Alleingang für ihre jeweilige Klasse gegeneinander antreten. Die erste Frage des Stechens ist schon die Entscheidende. Luca hat am besten aufgepasst und entscheidet sich für die richtige Antwort. Damit geht die große, Box mit Süßigkeiten an die Klasse 5b.

(tref)