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Themenabend der Grünen zu „Digitale Transformation – in Kempen“

Themenabend der Kempener Grünen : Digitalisierung in der Verwaltung: Viel mehr, als Akten einzuscannen

Die Kempener Grünen propagieren im Wahlkampf eine digitale Transformation. Was sich dahinter verbirgt, erläuterten Experten bei einem Themenabend.

Die Grünen hatten für ihren Themenabend „Digitale Transformation – in Kempen“ das Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein (TZN) gewählt. Hier haben auch Unternehmen ihren Sitz, die sich mit dem weiten Themenfeld Digitalisierung bestens auskennen. Die Kempener Grünen propagieren in ihrem aktuellen Wahlkampfprogramm ausdrücklich die „digitale Transformation“ als wichtigen Aspekt einer zukunftsfähigen Stadtverwaltung.

Experten machten den Besuchern des Abends – darunter nicht nur grüne Parteimitglieder oder Sympathisanten – schnell klar, worum es bei dem etwas sperrigen Begriff geht. Dazu eingeladen waren der grüne Bundestagsabgeordnete Kai Gehring aus Essen sowie die Unternehmer Andreas Altena (Sollence GmbH, Krefeld) und Sven Vogel (Develogment GmbH, Kempen). Vogel, dessen Unternehmen seinen Sitz im TZN hat, hatte seine Mitarbeiterin Elisabeth Schulze-Hulitz mitgebracht, die auf die digitale Transformation in Kommunen spezialisiert ist. Alle Experten waren sich einig, dass es für die digitale Transformation ein ganzheitliches Konzept geben muss – ganz gleich, ob sie in Unternehmen oder Verwaltungen umgesetzt werden soll. Denn Digitalisierung muss mehr sein, als alte Akten einzuscannen. Formulare müssen heutzutage vielfach noch heruntergeladen und zuvor ausgedruckt werden, bevor man sie bearbeiten, sprich: ausfüllen, kann. Digitale Transformation ist umfassend, sie kann Verwaltungsprozesse beschleunigen, nachhaltiger und effizienter gestalten. Wichtig: Kunden – bei Kommunen sind dies in der Regel die Unternehmen und Bürger – müssen von Anfang an in dem Prozess berücksichtigt und beteiligt werden. Auch die Mitarbeiter müssen mit auf die Reise ins Digitalzeitalter genommen werden. Ihnen müsse klar sein, dass es bei dem Prozess nicht um Personalabbau, sondern um effektiveres Arbeiten geht.

Kommunen können für solche Prozesse Fördermittel in Anspruch nehmen. Es lohne sich für sie, wenn sie sich bei Nachbarn umschauen, die mit diesem Prozess bereits begonnen haben, hieß es.

(rei)