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Neue Tennishalle : Tennisvereine enttäuscht, dass Hallenpläne stocken

Neue Tennishalle : Tennisvereine enttäuscht, dass Hallenpläne stocken

Die Freude war bei den Mitgliedern der drei Kempener Tennisvereine Rot-Weiß und Casino Kempen sowie TuS St. Hubert groß, als bekannt wurde, dass die Stadt Kempen ein Grundstück am Schmeddersweg für den Bau einer neuen Tennishalle bereitstellen will.

Das notwendige Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans sollte in der März-Sitzung des zuständigen Planungsausschusses auf den Weg gebracht werden. Die Sitzung fand wegen der Corona-Krise nicht statt. Also sollte per Dringlichkeitsbeschluss die frühzeitige Bürgerbeteiligung in die Wege geleitet werden. Groß war das Entsetzen bei den Vereinen, dass es dazu nicht kam. Die Politik hat noch Beratungsbedarf. Das trifft allerdings nicht für den Bau, sondern für die spätere Nutzung zu. „Alle wissen, dass wir eine neue Halle brauchen und schon lange ein passendes Grundstück gesucht wurde. Mittlerweile gibt es ja auch schon einen Investor“, sagt Heinz Börsch, Vorsitzender des TK Rot-Weiß Kempen, auf Anfrage unserer Zeitung.

Seitdem die Tennishalle im Sporthotel nach dem Brand vor einem Jahr nicht mehr zur Verfügung steht, können die Kempener Vereine das Training für die insgesamt 300 Kinder und Jugendlichen nicht mehr im vollen Umfang durchführen. In der gerade abgelaufenen Wintersaison musste auf Hallen in der Umgebung ausgewichen werden. Dort war die Kapazität allerdings stark eingeschränkt.

Der Stadtsportverband Kempen (SSV) hatte Mitte März das Vorgehen von Verwaltung und Politik, in der Corona-Krise gewisse Entscheidungen mit dem Verweis auf Dringlichkeit per E-Mail vorzunehmen, kritisiert. Dabei stand bereits im Sommer 2019 nach einem Gespräch zwischen dem SSV und den Vertretern der drei Vereine fest, dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, damit die Stadt so schnell wie möglich ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellt.

(lus)