Studenten der Fontys Universität in Venlo haben in Kempen ein Projekt gestartet

Projekt : Einblick in den betrieblichen Alltag

Sechs Studierende der Fontys Universität in Venlo haben in Kempen bei Latzel Steuerberater und ags Stefelmanns ein auf ein Jahr angelegtes Projekt gestartet.

Welche Früchte der Hochschulstandort Kempen trägt, zeigt sich jetzt in einer Zusammenarbeit zwischen Studenten und Unternehmen. Je sechs Studierende der Fontys Universität in Venlo haben in Kempen bei Latzel Steuerberater und ags Stefelmanns ein auf ein Jahr angelegtes Projekt gestartet. Die Zweit- und Drittsemester der Fontys University of Applied Sciences durchleuchten die Kanzlei sowie das Gesundheitszentrum. Das Projekt fördert euregio-unterstützt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft.

Der akademische Nachwuchs geht dabei der Frage nach, wie sich das Unternehmen erfolgsorientiert aufstellt – unter besonderer Berücksichtigung der Generation Y/Z. Fontys-Dozentin Janet Antonissen betreut das Projekt. Die Hochschullehrerin hat ihr Büro sowohl am Tegelse Weg in Venlo als auch am Kempener Industriering im Technologiezentrum, wo der Fontys-Ableger sein Domizil hat. Die Studierenden aus den Fachbereichen Finanzen, Management und Marketing werden über das Cross-Lab an die Arbeitswelt herangeführt und sammeln Credits für den Bachelor-Abschluss. Praxisorientierung, internationale Ausrichtung und intensive Betreuung sind Janet Antonissen wichtig.

Latzel und Stefelmanns sind unter den 18 Unternehmen die beiden einzigen Kempener, die sich für das Cross-Lab zur Verfügung gestellt haben. Die Studierenden sind zwar in Venlo eingeschrieben, kommen aber aus Kerken, Nettetal, Tönisvorst oder anderen Gemeinden diesseits der Grenze. Für beide Seiten ist es eine Win-win-Situation: Die jungen Leute tauchen ein in den betrieblichen Alltag. Und die beiden Kempener Unternehmen reflektieren über die Fragen und Denkansätze der Studenten ihr eigenes Handeln.

„Indem wir uns hier gut aufstellen und bei der jüngeren Generation genau hinschauen, wollen wir gerüstet sein für die Herausforderungen der nächsten Jahre“, sagt Holger Latzel. Insbesondere die Digitalisierung, so der Kanzlei-Inhaber, ist an der Schnittstelle zur Generation Y/Z eine „Herausforderung“, die in dem Jahresprojekt in allen Facetten durchleuchtet werden soll. Entsprechend intensiv und vielschichtig war bereits das Auftaktgespräch vor einigen Tagen in der Kanzlei. Latzel: „Da ist ein Stein ins Rollen gekommen.“

Die Motivation war im Trainingsraum des ags-Stefelmanns nicht geringer. Sechs Studierende diskutierten mit Ruud Stefelmanns, Inhaber des Physio-Zentrums, und Mitarbeiterin Thea Goetzens über die Ziele, die die Kooperation mit sich bringen sollte. Stefelmanns lenkte dabei den Blick auf das betriebliche Gesundheits-Management und den Begriff Humankapital – beides Kernthemen im ags. „Eine Fragestellung der Jungakademiker könnte sein: Welche Ausgangspunkte sind für Unternehmen grundlegend wichtig, um ein attraktiver Arbeitgeber für potenzielle neue Mitarbeiter zu sein?“, berichtet Stefelmanns. Für beide Unternehmen, aber auch für die Studierenden, beginnt jetzt ein spannendes Projektjahr.

(RP)
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