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Stromausfälle legen Kempen und Teile von Tönisvorst lahm

Zwei Vorfälle gleichzeitig : Stromausfälle legen Kempen und Teile von Tönisvorst lahm

In weiten Teilen des Kempener Stadtgebietes war am Montag, 26. Juli, der Strom ausgefallen. Auch die Wasserversorgung war betroffen. Nun fließt der Strom wieder. Vereinzelt kann es noch zu Störungen kommen. Davon unabhängig gab es auch in Tönisvorst keinen Strom.

In weiten Teilen des Kempener Stadtgebiets war am Montag, 26. Juli, der Strom ausgefallen. Dies teilten die Stadtwerke Kempen mit. Etwa ab 14.15 Uhr waren viele Haushalte und Unternehmen ohne Strom. Rund eine Stunde später floss der Strom wieder, teilte eine Sprecherin der Stadtwerke Kempen mit.

Einige Bürger hatten sich auch gemeldet und mitgeteilt, dass sie kein Wasser haben. Das sei richtig, sagte die Sprecherin. Denn auch das Wasserwerk hängt von der Stromversorgung ab. Auch das Wasser lief dann wieder – wenn es aber einmal einen Stromausfall gegeben hat, kann man das Wasser nicht sofort wieder mit Volldruck freigeben, sondern muss es langsamer freigeben, dadurch dauerte es einen Augenblick, bis auch die letzten Haushalte in Kempen wieder Wasser hatten, informiert die Sprecherin.

Man hat die Stelle identifizieren können, die für den Stromausfall ursächlich war: Und zwar gab es in der Umspannanlage am Industriering Ost ein technisches Problem bei der Übergabe des Stroms durch den vorgelagerten Netzbetreiber Westnetz an die Stadtwerke Kempen. Wieso es dieses Problem gab, ist noch nicht bekannt. Mitarbeiter der Westnetz waren in der Umspannanlage tätig und suchten die Ursache.

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Auch in Tönisvorst hat es etwa zur gleichen Zeit einen Stromausfall gegeben – der allerdings nichts mit dem in Kempen zu tun gehabt habe, wie Judith Meuter, Sprecherin von Westnetz, sagte. Gegen 14 Uhr kam es demnach in Teilen von Vorst und St. Tönis zu einer Versorgungsunterbrechung im Mittelspannungsnetz, weil zwei 10.000-Volt-Kabel einen Fehler aufwiesen.

Die Netzleitstelle der Westnetz habe durch Umschaltungen im Stromnetz die Stromversorgung der ersten Kunden nach rund 30 Minuten wieder sicherstellen können. Gegen 15.50 Uhr seien alle Kunden wieder versorgt gewesen, informierte die Sprecherin.

Die Ursache des Kabelfehlers war zunächst unbekannt. Mitarbeiter von Westnetz wollen am Dienstagmorgen mit einem sogenannten Kabelmesswagen herausfahren und den Fehler einmessen. Dafür schließen sie den Kabelmesswagen an den Verteilerkasten vor Ort an und führen zunächst Widerstandsmessungen durch, um die Schadensstelle zu bestimmen. Anschließend reparieren sie das defekte Kabel. Die Stromversorgung ist während der Reparaturarbeiten gesichert, sagte Meuter.

Die Polizei verstärkte nach eigenen Angaben den Streifendienst, um für Bürger ansprechbar zu sein. Die Notrufnummern 110 und 112 standen weiter zur Verfügung und waren von den Stromausfällen nicht betroffen.

(biro/emy)