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Stefan Kipfelsberger, Geschäftsführer des Hotels „Papillon“ in Kempen, zur Corona-Krise

Stefan Kipfelsberger, Hotel „Papillon“ in Kempen : „Aussichten alles andere als rosig“

Der Geschäftsführer des Hotels „Papillon“ in Kempen zur Corona-Krise.

In welcher Form hat die Corona-Krise Einfluss auf Ihr Geschäft genommen?

Stefan Kipfelsberger Bis zum 8. März lief der Hotelbetrieb noch zufriedenstellend. Ab dem 9. März kamen nur noch Stornierungen. Vom 9. bis zum 31. März hatten wir noch eine Auslastung von vier Prozent. Jetzt ist unser Haus bis Ende Juni komplett leer.

Foto: grafik

Was tun Sie, um einer wirtschaftlichen Krise entgegenzuwirken?

Kipfelsberger Alle unsere Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. Einen Antrag auf Soforthilfe haben wir gestellt. Wir haben folgende Punkte der Stadt Kempen und dem Kreissozialdezernat in Viersen angeboten:
• Auslagerung von Kurzzeitpflegeplätzen aus belegten Heimen

• Auslagerung von leichten Corona-Isolierpatienten aus belegten Krankenhäusern

• Zimmer für zusätzlich benötigtes Pflegepersonal und /oder neue Ärzte
• ruhige Arbeitsplätze, alle unsere Zimmer verfügen über Schreibtische und hervorragendes Internet. Ein Druckservice kann ebenfalls angeboten werden.

Was glauben Sie, wie werden Sie aus der Krise herauskommen?

Kipfelsberger Da wir eine hohe Pacht zahlen müssen, den Energieverbrauch nicht komplett herunterfahren können und viele andere Nebenkosten nicht abgestellt werden können, haben täglich einen Verlust von etwa 1000 Euro. Da wir gut gewirtschaftet haben, können wir diesen Zustand etwa noch zwei Monate durchhalten. Die Aussichten sind also alles andere als rosig, sollten nicht weitere Hilfen vom Staat erfolgen.
www.rp-gemeinsamstark.de

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